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| 02:52 Uhr

Arbeitseinsatz am idyllisch gelegenen, aber zugemüllten "Blauteich"

Oberbürgermeister Torsten Pötzsch und fleißige Helfer kamen am Samstagmorgen zum Arbeitseinsatz am Restloch 13351 in Weißwasser, im Volksmund auch Lehmteich oder Blauteich genannt.
Oberbürgermeister Torsten Pötzsch und fleißige Helfer kamen am Samstagmorgen zum Arbeitseinsatz am Restloch 13351 in Weißwasser, im Volksmund auch Lehmteich oder Blauteich genannt. FOTO: mat1
Weißwasser. Zu einem Arbeitseinsatz sind am Samstagmorgen mehr als zehn fleißige Helfer gestartet. Robert Ehmann (31) hatte im Rahmen der Aktion "Sauberes Weißwasser" eingeladen zu einem Aufräumeinsatz am Restloch 13351, im Volksmund Lehmteich oder Blauteich genannt. Martina Arlt/mat1

Zwar liegt dieser Teich in Weißwasser sehr idyllisch, doch er wird immer wieder von den Besuchern am Ufer "vollgemüllt". Das Schlimme dabei sind vor allem die unendlich vielen Scherben an Land und im Wasser. Oft werden sie bei Regen den Abhang ins Wasser geschwemmt. Es galt, nun zu handeln.

Oberbürgermeister Torsten Pötzsch ließ sich nicht lange bitten und war bei diesem Einsatz dabei. Er erschien in seiner Arbeitskombi und hatte Mülltonnen, Schippen, Besen, Harken und Müllsäcke im Gepäck. "Diese Waldgebiete gehören zwar nicht zu den Aufgaben der Stadt, doch bin ich meist dabei, wenn es um Reinigungsarbeiten in Weißwasser gehtt", so der Oberbürgermeister. "Aber es gibt immer noch jede Menge Leute, die den Müll in den Wald bringen, obwohl doch dieses Thema mit den unterschiedlichsten Tonnen gut geregelt ist."

So pilgerte die Gruppe der fleißigen Helfer am Samstag durch Wald und Flur, um mit Insiderwissen diesen See fußläufig zu erreichen. "Ich sah Bilder in Facebook von diesem See und dem Müll. Doch die Realität sah noch schlimmer aus", sagte Robert Ehmann. "Aus diesem Grund rief ich zu dieser Aktion auf, um Dreckecken verschwinden zu lassen. Mein Vater Michael Ehmann hat hier in der Nähe einen Garten und so kenne ich auch dieses Gewässer. Wir möchten einfach Aufmerksamkeit wecken, um nicht erst solche Dreckecken entstehen zu lassen", sagt der alleinerziehende Robert Ehmann, der früher schon in Weißwasser wohnte und vor zwei Jahren wieder zurück kehrte. Am Ende der eineinhalbstündigen Aktion waren zwei Mülltonnen und 15 Müllsäcke voller Unrat, Scherben und Müll zusammengekommen.

Auch Roberts Kumpel Fridolin Wendel (28), der früher in Potsdam zu Hause war, unterstützte gern diese Aktion und legte mit Hand an.