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| 13:38 Uhr

Arbeitsmarkt
Appell an Unternehmen: Nicht nur das Zeugnis wichtig

Arbeitsagentur vermeldet steigendes Ausbildungsangebot bei rückläufigen Bewerberzahlen

Die Ausbildungschancen für Jugendliche sind weiter gestiegen. Insgesamt gleicht sich das Verhältnis zwischen Bewerbern und Ausbildungsstellen immer mehr aus. Auf 3089 freie Ausbildungsplätze konnten die Berufsberater der Arbeitsagentur Bautzen im Berichtsjahr 2016/2017 verweisen. Demgegenüber standen 3682 junge Menschen, welche sich auf der Suche nach einer Ausbildung von der Agentur für Arbeit Bautzen oder den Jobcentern der Landkreise Bautzen und Görlitz unterstützen ließen. 98,2 Prozent von ihnen haben eine Berufsausbildung aufgenommen oder sich für eine Alternative zur Ausbildung entschieden, teilt die Agentur für Arbeit mit.

68 Bewerber (1,8 Prozent) waren zum kürzlich noch unversorgt, hatten also weder eine Ausbildungsstelle noch eine Alternative. Auf der anderen Seite waren noch 244 Ausbildungsstellen unbesetzt.

„In einigen Berufen übersteigt die Nachfrage das Angebot. Zudem passen Bewerber und Stellen qualifikatorisch oder örtlich nicht immer zusammen“, stellt Thomas Berndt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bautzen, fest.

In Berufen, wie dem Industriemechaniker, dem Anlagenmechniker für Heizung, Sanitär und Klimatechnik oder dem Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (Bäckerei) gab es im Berufsberatungsjahr weniger Ausbildungsbewerber als gemeldete Ausbildungsstellen. In einigen Berufen, wie dem Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, dem Mediengestalter für Digital- und Printmedien oder dem Immobilienkaufmann kamen rein rechnerisch auf eine Ausbildungsstelle mindestens vier Bewerber.

Die Arbeitsagentur Bautzen berät die Schüler, welche noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche hatten, damit sie Alternativen zum Wunschberuf entwickeln und verfolgen. Auch kurzfristig melden sich noch Jugendliche, die aus unterschiedlichen Gründen wieder auf Ausbildungsuche sind.

„Die Nachvermittlungsaktion ist in vollem Gang. Alle unversorgten Jugendlichen erhielten Angebote von meinen Mitarbeitern. Die Berufsberater stehen mit den Bewerbern, Betrieben und Kammern in Kontakt. Insgesamt sind genügend Angebote vorhanden, um allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen einen Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen“, so Thomas Berndt.

Zugleich appelliert Thomas Berndt an die Unternehmen: „Die Fähigkeiten und Stärken eines jungen Menschen spiegeln sich nicht alleine im Schulzeugnis wider. Personalverantwortliche sollten keinesfalls in der Ausbildungsbereitschaft nachlassen und stattdessen auch Schulschwächeren eine Chance geben. Die Arbeitsagentur Bautzen unterstützt Jugendliche bei Startschwierigkeiten sowie Ausbildungsbetriebe. Meine Mitarbeiter beraten gern über Angebote und Hilfen, wie Einstiegsqualifizierung und Co.“