Die Staatliche Fischereiaufsicht des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) hat in den vergangenen Wochen bei ihren regelmäßigen Kontrollen wiederholt Angler angetroffen, die trotz des derzeit geltenden Angelverbotes an der Talsperre Quitzdorf fischten. Das Amt weist daher dringend auf das geltende Angelverbot hin. Angler, die das Verbot missachten, erhalten eine Anzeige von der Fischereibehörde und müssen mit einem Bußgeld rechnen, heißt es aus Dresden. Da durch den Pächter der Talsperre Quitzdorf zurzeit auch keine Erlaubnisscheine (Angelberechtigung) ausgegeben werden, liegt zudem der Straftatbestand der Fischwilderei vor und die Staatsanwaltschaft wird eingeschaltet.
Das Angelverbot für die Talsperre Quitzdorf geht mit dem Betretungsverbot einher, das durch die Landestalsperrenverwaltung (LTV) Sachsen im März des vergangenen Jahres erlassen wurde und bis auf Widerruf gültig ist. Grund dafür sind Reparaturarbeiten am Entnahmebauwerk, für die der Wasserspiegel fast vollständig abgesenkt werden musste. Der angestrebte Beckenwasserstand in der Talsperre Quitzdorf von 157,80 Metern konnte bereits im Frühjahr diesen Jahres wegen der Trockenheit der vergangenen Jahre nicht eingehalten werden.