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| 01:07 Uhr

Antwort vom Minister

Rietschen.. Um die Außenstelle der Rietschener Schule wurde gekämpft. Auch unter dem Hintergrund, den Schülern lange Wege zu ersparen. Doch genau den werden die neuen Fünft klässler nun antreten müssen. Von Regina Weiß

Die Enttäuschung war vor einigen Tagen riesengroß. Nachdem schon im letzten Jahr keine fünfte Klasse an der Mittelschule Rietschen eingeschult werden durfte, wiederholt sich dieses Trauerspiel in diesem Jahr (die RUNDSCHAU berichtete).
Landtagsabgeordneter Thomas Jurk bemühte sich um Aufklärung, indem er eine kleine Anfrage an die Staatsregierung stellte. Prof. Dr. Karl Mannsfeld antwortete darauf. So sagte er, dass 20 Schüler - 22 Anmeldungen liegen für das Schuljahr vor - grundsätzlich nicht zur Einrichtung einer Klassenstufe ausreichen. „Aus dem Schulnetzplan des NOL ergibt sich grundsätzlich nichts anderes. Der Plan wurde mit Bescheid vom 24. März unter der Maßgabe genehmigt, dass an jeder Mittelschule in der Eingangsklassenstufe die Mindestschülerzahl unter Beachtung der Zweizügigkeit erreicht werden soll und die Umsetzung des Richtwertes anzustreben ist“ , so Mannsfeld.
Nun hatte ja Rietschen auf die Außenstelle gesetzt, um die Schule nah für die Schüler zu halten. Dazu der Minister: „Es wurde darauf hingewiesen, dass Außenstellen von Mittelschulen nur befristet geführt werden, wenn vorübergehend keine Aufnahmekapazität an zumutbar entfernten Mittelschulen besteht. Für die Schüler der Klassenstufe fünf ab dem Schuljahr 2003/04 sind jedoch ausreichend Plätze an der aufnehmenden Mittelschule vorhanden.“ Die Rede ist dabei von Rothenburg. Ausdrücklich erklärte der Minister, dass aufgrund der allgemeinen Rechtslage keine andere Möglichkeit bestanden habe, als wie geschehen über Rietschen zu entscheiden.
Jurk wollte ferner vom Minister wissen, ob mit der Entscheidung zu Rietschen das Regionalschulamt oder das Kultus die Schließung der Mittelschule verfolgt? Daraufhin erklärte der Minister, dass es der Schulträger selbst, also die Gemeinde Rietschen, gewesen ist, die die Aufhebung der Mittelschule festgelegt hat. Dies hatten die Rietschener getan, um die Außenstelle in ihrem Ort möglich zu machen (die RUNDSCHAU berichtet). Dabei waren, so vermutet Jurk, die Gemeinde-, aber auch die Kreisräte davon ausgegangen, dass mit Billigung der Außenstelle auch der einzügige Betrieb als Mittelschule weitergeführt werden kann. Mannsfeld hält dies für möglich und meinte dazu abschließend: „Aber die Entscheidungsträger im Kreis und insbesondere der Kreistag, der den Schulnetzplan beschloss, haben die Bestätigung mit der deutlichen Aussage bekommen, dass befristete Außenstellen in Gänze nicht oder wirklich nur in ganz besonderen Ausnahmen bewilligt werden. Das hat auf Rietschen nach der Planung nicht zugetroffen.“