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| 14:09 Uhr

Tagebau
Ansiedlungsstandort Mühlrose wird geplant

Auf dieser Fläche soll das Dorf Mühlrose neu entstehen. Der Ortsteil von Schleife siedelt wegen dem Tagebau Nochten/Sonderfeld Mühlrose um.
Auf dieser Fläche soll das Dorf Mühlrose neu entstehen. Der Ortsteil von Schleife siedelt wegen dem Tagebau Nochten/Sonderfeld Mühlrose um. FOTO: Gabi Nitsche
Schleife/Mühlrose. Die Schleifer Gemeinderäte fassen mehrheitlich den Beschluss, einen Bebauungsplan aufzustellen.

Die Mehrheit der Mühlroser will im Zuge der Umsiedlung durch den Bergbau am Ortsrand von Schleife in Richtung Lieskau neu Wurzeln schlagen. Der Gemeinderat Schleife hat dafür mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung den Beschluss gefasst, einen Bebauungsplan für den Ansiedlungsstandort aufzustellen. Der trägt nicht etwa den Namen „Neu-Mühlrose“, sondern nur „Mühlrose“. Das sei eigens der Wunsch der Mühlroser, informierte Bauamtsleiter Steffen Seidlich.

Gemeinderat Ingo Schuster ist das ein Schritt zu schnell. Er fragte, ob denn überhaupt die gesetzlichen Grundlagen dafür vorhanden seien. „Warum nicht Schritt für Schritt? Und am Ende ist es für die Katz’... es kostet viel Zeit, und wir haben das alles schon einmal durch.“ Schuster halte es für möglich – „dann kommt die Kohle-Kommission, und dann ist alles ganz anders“ –, dass aus der Umsiedlung nichts werde.

 Diese steht bevor, weil die Leag das Sonderfeld Mühlrose vom Tagebau Nochten abbauen möchte. Der amtierende Bürgermeister Jörg Funda stelllte deutlich klar: „Richtig, wir wissen nicht, was kommt. Aber wir sehen die Notwendigkeit, das vorzubereiten und einen Bebauungsplan aufzustellen.“ Bauamtsleiter Steffen Seidlich erklärte, dass die Gemeinde die Planungshoheit habe und dort etwas entwickeln will, weil es der Wunsch der Mühlroser ist. Das Verfahren dauere mindestens ein Jahr, dann folge die Erschließung, sodass vor 2020 keiner bauen kann. „Und wenn keine Umsiedlung kommt, dann wird das Verfahren eingestellt. „Ich sehe keine Veranlassung, einen mehrheitlichen Antrag der Mühlroser zu behindern. Lieber Arbeit in den Sand gesetzt, aber wir sind gewappnet, wenn die Umsiedlung kommt. Das sollten wir nicht in Abrede stellen“, forderte Gemeinderat Wolfgang Goldstein.

Die bei der Sitzung anwesenden Mühlroser konnten letztlich mit einem positiven Votum nach Hause fahren.

REchts der Straße von Schleife nach Lieskau soll das neue Mühlrose entstehen.
REchts der Straße von Schleife nach Lieskau soll das neue Mühlrose entstehen. FOTO: Gabi Nitsche
(ni)