„Dass auch Sie heute unser Gast sind, ist ein erster Vertrauensbonus“ , meinte Gabriele Schönfelder mit Blick auf Bürgermeister Andreas Bänder. Er sicherte der Bürgerwerkstatt die Unterstützung der Parkstadt zu. „Gerade bei einer Stadt, die haushaltsmäßig kaum Spielraum hat, nicht alles realisieren kann, ist es ein Problem, wie man die Bürger einbinden kann“ , so Bänder. Entscheidend, so meinte der Bürgermeister, sei es, welche Nachhaltigkeit diese Werkstatt erreichen könnte.
Roger Schmidtchen, Vorsitzender des Vereins zur sozialen und beruflichen Qualifikation, der Verein ist Träger der Maßnahmen „Zwischenstart - Bürgerwerkstatt“ . „Neben Staat und Wirtschaft gibt es sozusagen den dritten Sozialraum. Es müssen Wege gefunden werden, diesen zu gestalten“ , so Schmidtchen. Da ginge nur mit den Bürgern. „Denn wo das Gemeinwesen gut ist, bleiben auch Leute, dass ist ein Haltepunkt für die Menschen“ , so Schmidtchen. „Große Dinge fangen mit kleinen Schritten an“ , so Gabriele Schönfelder. Sie, Ute Cedzich und Brigitte Haraszin bilden das Team der Bürgerwerkstatt, das nun offen ist für Ideen und Anregungen aus der Stadt, von den Bürgern der Stadt.
Dass die Stadt vieles Schönes zu bieten hat, aber auch so mancher Schandfleck auf Veränderung wartet, dokumentierte Brigitte Haraszin. Vereine, Interessengruppen, Parteien wolle die Bürgerwerkstatt mitnehmen. „Wir wollen vernetzen“ , so Gabriele Schönfelder. Einer der ersten Schritte wird sein, die Bürger zu fragen, was sie wollen.
Wer sich bei der Bürgerwerkstatt einbringen möchte, der sollte seine Schritte in die Schmelzstraße 34 lenken. Die Werkstatt hat wie folgt geöffnet: Montag 14 bis 17 Uhr, Mittwoch 10 bis 12 und 13 bis 17 Uhr sowie Donnerstag 16 bis 19 und 19.30 bis 21 Uhr. „Und in den nächsten Tagen bekommen wir auch einen Telefonanschluss“ , so Gabriele Schönfelder. (rw)

Zum Thema Projekte
 In der Bürgerwerkstatt starten zwei LOS-Projekte (Loakles Kapital für die soziale Stadt). Träger der Maßnahme ist der BVMW. Die Projekte heißen: Seniorenkompetenz 50 plus - Bürger gestalten mit; WEB-Service-Aktivisten 50 plus. Bürger aus Bad Muskau und Umgebung, die gegenwärtig arbeitslos sind und bereits zur Generation 50 plus gehören, seien herzlich eingeladen, mitzuwirken. Die Teilnehmer treffen sich ein bis zweimal die Woche in der Bürgerwerkstatt. „Und wir suchen noch Teilnehmer“ , so Ute Cedzich von der Bürgerwerkstatt.