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Anglerverein Schöpstal erntet am Maximiliansteich

Angler Daniel Ladusch (r.) und Nachwuchstalent Konstantin Hoffmann hoffen am Klittener Maximiliansteich auf reiche Ernte.
Angler Daniel Ladusch (r.) und Nachwuchstalent Konstantin Hoffmann hoffen am Klittener Maximiliansteich auf reiche Ernte. FOTO: amz1
Klitten. Was machen Kinder nachts? In der Regel sollten sie schlafen. Oder angeln. Beispielsweise am Klittener Maximiliansteich. Der elfjährige Johannes Hanusch ist davon jedenfalls hellauf begeistert. amz1

"Es ist einfach cool, wenn man Fische an der Rute hat", erklärt der Nachwuchsangler, und stolz auf seine fünf selbst gefangenen Rotfedern und sagt: "Nachts beißen die Fische besser".

Organisiert haben dieses Nachwuchscamp die Mitglieder des Anglervereins Schöpstal. Dirk Böse und Mike Kleitz heißen die beiden Protagonisten. "Es ist wichtig, den Kindern das Einmaleins des Angelns beizubringen. Schließlich benötigen wir auch Nachwuchs", erklärt Dirk Böse seine Intention.

Zum alljährlichen Vereinsangeln als finalem Höhepunkt des Jugend-Feldlagers haben sich rund 40 Petrijünger aus der Region am Klittener Maximiliansteich, der zur örtlichen Teichwirtschaft gehört, eingefunden. Insgesamt zählt der Verein Schöpstal aktuell 119 Mitglieder, sagt Vorsitzender André Labitzke. "Wir angeln heute alles, was anbeißt. Dazu gehören Karpfen, Schleie, Welse, Störe und Rotfedern", so der Fachmann.

Morgens sei das Angeln am schönsten. "Dann gehen die Fische auf Nahrungssuche und beißen besser an", sagt Labitzke aus seiner langjährigen Erfahrung. Mehrere Angeln mit Schnüren und Ködern, zumeist Maden, werden an den günstig erscheinenden Stellen des Maximilianteiches platziert. Die Elektronik hat inzwischen auch bei den Petrijüngern Einzug gehalten. So ertönt ein klingelndes Geräusch, sobald ein Kiemenatmer angebissen hat. Mit der bisherigen Ernte ist André Labitzke ganz zufrieden: "Das reicht mindestens für eine Mahlzeit." Doch bevor es soweit ist, sollen die Fische geräuchert werden.

Was sich die Angler jetzt im Sommer definitiv nicht wünschen, ist eine mehrwöchige Hitzeperiode ohne Regen. "Das hatten wir erst vor zwei Jahren. Das Ergebnis waren viele tote Fische aufgrund des Sauerstoffmangels", erinnert sich Labitzke, der in Reichwalde lebt und bereits von Kindesbeinen an angelt.

Wenig Angelglück hat an diesem schwülen Sonnabend indes Marili Ladusch. Bereits seit dem Jahr 1971 ist sie Petrijüngerin. "Angeln bedeutet immer eine Kombination aus Glück und Zufall", sagt sie und hofft noch immer auf einen lohnenswerten Fang. Gleich nebenan steht Ulrich Hantschke, einer der langjährigen Mitglieder des Schöpstaler Anglervereins. Er berichtet, dass es bereits seit dem Jahr 1965 in Kringelsdorf eine Ortsgruppe des Deutschen Anglerverbands (DAV) gab. Nach der Wende taten sich die Mitglieder mit den Ortsgruppen aus Boxberg und Rietschen zum jetzigen Verein zusammen. "Das schönste am Angeln ist die Möglichkeit, vom Alltag abzuschalten und einfach die Ruhe zu genießen", schwärmt Hantschke.

Am Sonnabend, 5. August, laden die Mitglieder des Anglervereins Schöpstal zum Kinderangeln an das Alte Fließ unterhalb der Boxberger Schule ein. Los geht es um 14 Uhr. Ein Fischereischein sei nicht erforderlich. "Wir wollen noch mehr Kinder an dieses schöne und anspruchsvolle Hobby heranführen", erklärt Ulrich Hantschke. Das Alte Fließ wird von den Anglern schon seit vielen Jahren betreut. Erst im Frühjahr hatten sich dort mehrere Petrijünger getroffen, um das kleine Biotop von Müll, Wildwuchs und umgestürzten Bäumen zu befreien.