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| 18:17 Uhr

Sportliches
Anbau an die Rietschener Sporthalle im Visier

Die Oberlausitzer Sporthalle in Rietschen könnte einen Anbau bekommen.
Die Oberlausitzer Sporthalle in Rietschen könnte einen Anbau bekommen. FOTO: Regina Weiß
Rietschen. Die Gemeinde will für das Vorhaben eine Projektgruppe gründen. Das ist vom Rat so festgelegt worden. Von Regina Weiß

Die Handballer vom SSV Stahl Rietschen schreiben gerade an ihrer Erfolgsgeschichte. „Es ist ein Erfolg, der hart erarbeitet wurde“, unterstreicht Heiko Hentschel, Abteilungsleiter Handball. Nicht nur, dass Männer und Frauen Trainingseinheiten und -lager eingeschoben haben, wenn andere Urlaub machen, und dafür auch selber ins Portemonnaie gegriffen haben. Sondern weil der Handballsport in Rietschen gelebt wird, erfährt die RUNDSCHAU. Verein und Gemeinde arbeiten diesbezüglich gut zusammen.

Doch nun braucht der Verein die Hilfe der Kommune und hat ihr deshalb einen Brief geschrieben.  Die Sportler haben der Kommune mitgeteilt, dass die Kapazität der Sportstätte erschöpft ist. Der hohe Bedarf an Trainingszeiten könne nicht mehr abgesichert werden. Auch mit der Einbeziehung der Halle in Daubitz lässt sich keine Verbesserung erzielen. Eine Erweiterung der Oberlausitzhalle könnte die Situation dauerhaft verbessern. „Will man gerade Jugendliche für diesen Sport begeistern, dann kann man nicht A-, B- und C-Jugend zusammen trainieren lassen“, nennt Heiko Hentschel ein Beispiel für den Vorschlag.

Im Bereich des Parkplatzes wäre ein Anbau möglich, denkt Rietschens Bürgermeister Ralf Brehmer (parteilos) schon mal an die Zukunft. Diesen könnten die Gymnastikfrauen gleichermaßen nutzen wie die Schüler der Freien und der Hans-Fallada-Schule, und die Halle würde dann sozusagen für die Ballsportarten frei bleiben.

Doch wie genau das aussehen kann, darüber soll sich eine Projektgruppe Gedanken machen. Sie soll aus zwei Gemeinderäten, sachkundigen Bürgern vom Handball- bis zum Frauensport sowie Vertretern der Verwaltung reichen. Diese soll die Situation analysieren und die Aufgabenstellung für die Ausschreibung einer Planung erstellen. Ähnlich, wie es bei der Kita Kleine Strolche passiert ist. Deshalb dämpft Ralf Brehmer etwas die Erwartungen der Sportfreunde: „Es kann nicht von heute auf morgen hochgezogen werden.“

Gut Ding will Weile haben, das wissen auch die Handballer, gerade was ihre Erfolge betrifft: Die B-Jugend ist Dritter beim HSV-Pokalfinale geworden. Die Frauen steigen in die Verbandsliga auf und Rietschen II wird Vizemeister.

Am Freitag, 8. Juni, gibt es aus Riet­schener Sicht das handballerische Spitzenevent des Sommers. Stahl empfängt den HC Elbflorenz Dresden, der sonst in der zweiten Bundesliga spielt. Mindestens 50 Prozent der Einnahmen des Abends kommen dem Kinder- und Jugendsport zugute.

Los geht es bei dem Freundschaftsspiel um 18 Uhr. Laut Heiko Hentschel wird die Halle sehr gut gefüllt sein. Der Vorverkauf lieft gut. Einige Karten gibt es aber noch an der Abendkasse.