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Amerikanische Faulbrut bei Bienen festgestellt

Görlitz. Imker sind von Kreis aufgefordert, alle Bienenvölker und -bestände in den Sperrbezirken unverzüglich amtlich untersuchen zu lassen.

(red/br) Im Landkreis Görlitz ist nach Umgebungsuntersuchungen am 15. Juni die Amerikanische Faulbrut bei Bienen in Großschönau amtlich festgestellt worden. Es wurde ein Sperrbezirk in Großschönau um die betroffenen Bienenstände eingerichtet. Menschen sind durch die Faulbrut, auch durch den Genuss von Honig, nicht gefährdet. Alle Bienenvölker und Bienenbestände in den Sperrbezirken sind unverzüglich amtlich untersuchen zu lassen. Bienenvölker dürfen nicht von ihrem Standort entfernt werden. Dies gilt auch für lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften. Die Ausnahme gilt für Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist. Ebenso dürfen keine Bienenvölker und Bienen in den Sperrbezirk gebracht werden. Bislang nicht angemeldete Bestände im gesamten Landkreis seien unverzüglich bekannt zu geben unter Telefon 03585 442780 oder per E-Mail an tiergesundheit@kreis-gr.de, teilt der Landkreis mit.

Die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Erkrankung des Bienenvolkes. Ihr Erreger ist das Sporen bildende Bakterium Paenibacillus larvae. Es befällt ausschließlich die Bienenbrut. Die Bakterien vermehren sich in der Bienenlarve, töten diese dabei ab und gehen dann in die umweltbeständige Dauerform über, die als Spore bezeichnet wird. Erwachsene Bienen können nicht an der Faulbrut erkranken, verbreiten aber die Sporen beispielsweise in ihrem Haarkleid oder als Ammenbienen über das Futter und führen so die Infektionskette fort.

Die Sperrbezirke aus dem Jahr 2016, Lodenau, Rothenburg, Nieder Neundorf, Uhsmanndorf und Ebersbach, gelten weiterhin.

Informationen und amtliche Bekanntmachungen sind einzusehen auf der Internetseite des Landkreises Görlitz www.kreis-gr.de oder lueva.aktuell.landkreis.gr/ .