(pm/rw) Während eines nur wenige Stunden dauernden Einsatzes hat die Bundespolizei am Donnerstag in Bad Muskau verbotene Feuerwerkskörper mit einem Gesamtgewicht von knapp 13 Kilogramm aus dem Verkehr gezogen. Gegen elf Beschuldigte wurden im Zusammenhang mit den mitgeführten pyrotechnischen Erzeugnissen Ermittlungen eingeleitet, teilt Pressesprecher Michael Engler von der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf mit.

In sieben Fällen richtet sich der Vorwurf, gegen das Sprengstoffgesetz verstoßen zu haben, gegen Minderjährige im Alter von 15, 16 und 17 Jahren. In den anderen vier Fällen haben sichMänner im Alter von 19, 20, 21 und 32 Jahren zu verantworten. Die Wohnorte der Beschuldigten liegen in den Landkreisen Görlitz und Bautzen, Spree-Neiße sowie in Halle.

Zum größten Teil fehlte den sichergestellten Böllern die notwendige Kennzeichnung. Oft handelte es sich zudem um Feuerwerk der Kategorie F3. Die Käufer beziehungsweise Eigentümer dieses Feuerwerks waren ausnahmslos nicht im Besitz einer behördlichen Erlaubnis zum Umgang mit diesen Erzeugnissen.   Die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf wird auch in den kommenden Tagen ein wachsames Auge auf den Reiseverkehr zwischen Polen und dem Landkreis Görlitz richten, kündigt Engler an. In Bad Muskau fanden Freitagvormittag im erheblich angestiegenen Grenzverkehr weitere Kontrollen statt.

 Legale Feuerwerkskörper, Böller und Knaller durchlaufen ein aufwendiges Prüfverfahren bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) oder einer anderen benannten Stelle in Europa. Geprüftes Feuerwerk ist gekennzeichnet mit einer Registrierungsnummer und dem CE-Zeichen in Verbindung mit der Kennnummer der Prüfstelle. Die BAM hat die europaweit gültige Kennnummer 0589.