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| 01:03 Uhr

Alkoholfahrt Richtung Förstgen

Weißwasser.. Bescheiden und kooperativ verhielt sich der 40-jährige Angeklagte in der Hauptverhandlung, als er sich wegen Trunkenheit im Verkehr zu verantworten hatte. Er kam aus der Landesklinik Teuplitz bei Berlin, wo er eine Therapie erhält. (gh)

Dem Vorsitzenden Richter, Direktor Martin Hinrichs, legte er seine Briefe und Unterlagen vor, die verlesen wurden. In der Anklage, die Staatsanwalt Voigt vortrug, wurde der Angeklagte beschuldigt, am 2. März auf der Straße von Mücka nach Förstgen gefahren zu sein, kam nach rechts ab und fuhr gegen einen Baum. Bei ihm wurde eine Blutalkoholkonzentration von 2,46 Promille im Mittel festgestellt. Mit seinem Pkw war er unterwegs, besaß aber keine Fahrerlaubnis. Vorsätzliche Trunkenheit im Verkehr, so lautete die Anklage. Ausführlich schilderte der Angeklagte seinen Lebenslauf, der von Rückschlägen in der Familie und im Beruf geprägt war. Deshalb fasste er den Entschluss, seinem Leben ein Ende zu setzen. Er war in Depressionen gefallen und sah keinen Ausweg in seinem Leben. Als Baufacharbeiter hatte er in Franken gearbeitet und auch in der Region Häuser mit gebaut. Deshalb war er nach Förstgen gefahren, wo der an Häusern mit gearbeitet hatte. Danach fuhr er in den Wald, trank Schnaps. In seinem Auto wurden 19 leere Flaschen Bier gefunden. Der Arzt wies ihn in das Krankenhaus Groß Schwei dnitz ein, wo er bis zum 30. Mai in Behandlung war. Wegen Trunkenheit im Verkehr ist der Angeklagte bereits zweimal vorbestraft. Die letzte rechtskräftige Verurteilung erfolgte am 20. Juli am Amtsgericht Cottbus. Zehn Monate Freiheitsstrafe zur Bewährung lautete das Urteil. Wegen der vorsätzlichen Trunkenheit im Verkehr beantragte der Staatsanwalt eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten zur Bewährung. Der Vorsitzende Richter, Martin Hinrichs, legte eine Gesamtstrafe unter Einbeziehung des Cottbuser Urteils von einem Jahr Freiheitsstrafe fest. Der Angeklagte hat sich drei Jahre lang zu bewähren. Die Fahrerlaubnis wird für drei weitere Jahre gesperrt. Er muss 100 Stunden Arbeit leisten. Das Urteil ist rechtskräftig.