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Aktivisten ketten sich an Förderbrücke im Tagebau Nochten

Bildtext: Imposant für Besucher, aber im Dienst sehr laut: die Förderbrücke F 60 in Welzow-Süd. Jetzt will Vattenfall mit technischen Lösungen Abhilfe schaffen. Foto: T. Richter/trt1
Bildtext: Imposant für Besucher, aber im Dienst sehr laut: die Förderbrücke F 60 in Welzow-Süd. Jetzt will Vattenfall mit technischen Lösungen Abhilfe schaffen. Foto: T. Richter/trt1 FOTO: Torsten Richter (LR-COS-REM-105)
UPDATE Nochten. Drei Vermummte Personen haben sich seit 4:30 Uhr heute morgen an einem Förderband der Brücke F 60 in etwa 60 Meter Höhe im Tagebau Nochten festgekettet. Der Aufforderung Vattenfalls, die Förderbücke zu verlassen, seien diese nicht nachgekommen. Vattenfall hat laut einem Sprecher die Polizei informiert und Strafanzeige erstattet. ckx/ni

Laut Unternehmen sei die Tagebauproduktion nicht durch die Aktion beeinträchtigt. Die Besetzung war am zeitigen Morgen durch die "Lautonomia" angekündigt worden. Diese bezwecken nach eigenen Angaben damit eine Störung. Ihr Protest richte sich jedoch nicht gegen die Mitarbeiter von Vattenfall, sagen sie. Die Polizei hat gegenüber der RUNDSCHAU bestätigt, dass sie auf Bitten Vattenfalls vor Ort ist. Die Polizeidirektion Görlitz stimmt sich derzeit mit dem Eigentümer über die weiteren Schritte ab. Das Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion hat Ermittlungen aufgenommen. Die Einsatzmaßnahmen dauern an.

Vor gut einem Monat hatten die Aktivisten in der Nähe von Mühlrose im Landkreis Görlitz am Tagebau-Vorrang einige Bäume besetzt. Seitdem halten sie sich dort auf.