Unbekannte haben den zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) errichteten Schutzzaun in Krauschwitz (Landkreis Görlitz) beschädigt.
Wie die Polizei am Samstag mitteilte, wurde der Wildzaun auf einer Länge von etwa 400 Metern an 14 Zaunfeldern aufgetrennt oder aufgebogen. Der Sachschaden wird auf rund 500 Euro beziffert.
Ende Oktober wurde in der Gemeinde Krauschwitz der erste Fall der Tierseuche in Sachsen nachgewiesen. Insgesamt wurden bisher 16 infizierte Schweine im Freistaat registriert.

Aktuelle Schweinepest-Fälle nachgewiesen

Erst vor wenigen Tagen, kurz vor Weihnachten, waren weitere Wildschweinkadaver gefunden worden, die nachweislich mit der Afrikanischen Schweinepest infiziert waren. Das hatte ein Labor bestätigt.
Alle bisher positiven ASP-Fälle befanden sich in der Gemeinde Krauschwitz und erstrecken sich einer Perlenkette gleich zwischen Sagar und Werdeck.
Afrikanische Schweinepest Fallwildsuche im dritten Durchgang

Krauschwitz

Aktuell gibt es in Sachsen damit 16 amtlich bestätigte Fälle von ASP bei Wildschweinen. Der erste Fall ist am 31. Oktober 2020 bei einem erlegten Tier bestätigt worden.
Insgesamt waren um das gefährdete Gebiet rund 90 km fester Zaun installiert, davon 56 Kilometer an der deutsch-polnischen Grenze zwischen der Landesgrenze zu Brandenburg im Norden und der Autobahn A 4 bei Görlitz im Süden.
Die Planungen für den Zaunbau des erweiterten gefährdeten Gebietes im nordwestlichen Bereich bei Bad Muskau mit einer Länge von weiteren 16 Kilometer Länge sind laut Ministerium abgeschlossen. Mit den Vorbereitungsarbeiten in Form des Ausforstens der Trasse sei bereits in der vergangenen Woche begonnen worden.