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Kunsthandwerk
Adventsausstellung in der Töpferwerkstatt wirkt wie Magnet

Angelika Wuitz aus Weißwasser gehört zu den hunderten Besuchern der Adventausstellung in der Töpferei Kathrin Najorka in Krauschwitz.
Angelika Wuitz aus Weißwasser gehört zu den hunderten Besuchern der Adventausstellung in der Töpferei Kathrin Najorka in Krauschwitz. FOTO: Gabi Nitsche / LR
Krauschwitz. Töpfermeisterin Kathrin Najorka und ihre fleißigen Wichtel konnten sich vor Besuchern bei der diesjährigen Adventsausstellung kaum retten. Von Donnerstag bis Sonntag haben sich unzählige Keramik-Liebhaber die Werkstattklinke in die Hand gegeben. Von Gabriela Nitsche

Die Krauschwitzerin freut das ungemein. „Die Leute sind ja nicht nur von hier aus der näheren Umgebung. Sie kommen auch aus Berlin, Cottbus, Dresden, Dippoldiswalde und und und“, nennt Kathrin Najorka Beispiele. Zu den ganz treuen Besuchern gehört auch Angelika Wuitz aus Weißwasser. „Ich bin jedes Jahr hier, mal mit der Schwiegertochter oder meine Mutti, und heute mit meiner Freundin. Ich find es einfach wunderschön“, sagt sie und hält einen Becher aus der grünen Serie in der Hand. „Ich sammel die grüne Keramik, habe schon ganz viel, und jedes Mal kommt ein neues Stück hinzu.“

Zu den „Groupies“, so die Gastgeberin, gehört auch Regina Teubert aus Leer in Ostfriesland. „Ich verbinde das jedes Jahr mit einem Besuch bei meiner Mutter, ich bin gebürtig aus Spremberg“, erzählt diese und wie begeistert sie von der Keramik ist, die Kathrin Najorka fertigt.

In der Werkstatt kann man an diesem Samstagnachmittag kaum treten. Doch davon lassen sich diejenigen, die gerade ein Kaffee-Päuschen einlegen, weihnachtliches Gebäck knabbern und dabei der Musik von Janika und Anna-Maria Bertko lauschen, nicht stören. „Das sind die Töchter unserer Nachbarn. Sie machen das richtig gut“, gibt es Lob von Kathrin Najorka. Für einen Moment hält die Töpferin inne, blickt auf den Strom der Menschen, und dann lächelt sie. Der Andrang, das Interesse an ihrer Arbeit, ist das schönste Dankeschön für die Mühe der vergangenen Wochen.

Nach der oft stressigen Weihnachtszeit kehrt erfahrungsgemäß ein bisschen Ruhe in die Werkstatt ein. Der erste große Markt, für den sich Kathrin Najorka im neuen Jahr bewirbt, ist der in Ludwigslust im März. Viele weitere – regional, national und international – sollen folgen. Das heißt, die Töpferscheibe in ihrer Werkstatt wird sich hundertfach drehen, und sie wird dabei aus Tonklumpen hundertfach wunderschöne Dinge formen. Das ist wunderbares Handwerk im wahrsten Sinne des Wortes.

Töpfermeisterin Kathrin Najorka (l.) trifft auf Regina Teubert, eine treue Besucherin aus Ostfriesland.
Töpfermeisterin Kathrin Najorka (l.) trifft auf Regina Teubert, eine treue Besucherin aus Ostfriesland. FOTO: Gabi Nitsche / LR
Aus der Werkstatt wurde ein gemütliches Café, wo sich die Gäste bei Hausmusik gerne niederließen.
Aus der Werkstatt wurde ein gemütliches Café, wo sich die Gäste bei Hausmusik gerne niederließen. FOTO: Gabi Nitsche / LR