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Handwerkskunst
Adventsausstellung in der Töpferei

Töpfermeisterin Kathrin Najorka bereitet die Werkstatt für die Adventausstellung vor. An ihrer Seite Mitarbeiterin Ayaka aus Japan.
Töpfermeisterin Kathrin Najorka bereitet die Werkstatt für die Adventausstellung vor. An ihrer Seite Mitarbeiterin Ayaka aus Japan. FOTO: Gabi Nitsche / LR
Krauschwitz. Von Donnerstag bis Sonntag lädt Töpfermeisterin Kathrin Najorka in ihre diesjährige Adventsausstellung ein. Die Krauschwitzerin freut sich, mit Besuchern aus nah und fern, die Vorweihnachtszeit einzuläuten. Von Gabriela Nitsche

Ayaka bewundert Kathrin Najorka. „Ich habe so großes Glück gehabt, hier arbeiten zu können. Das hat nicht jeder“, bekennt die junge Japanerin mit lächelndem Gesicht. Seit September gehört sie zur Töpferwerkstatt, ist bei der Meisterin angestellt. Drei Jahre hat die junge Frau in Landshut an der Keramikschule gelernt. Dabei hat sie vorher in Japan schon Informatik und Elektronik studiert. „Sie wollte eigentlich  Deutsch lernen in Köln, und dann war sie in Frechen auf dem Töpfermarkt, hat alles gesehen und sich spontan entschieden, es zu lernen“, übernimmt Kathrin Najorka die weitere Erklärung. Auch die Töpfermeisterin freut sich über die Unterstützung in der Werkstatt. Hier gibt es immer viel zu tun.

Denn die Krauschwitzerin bietet ihre unzähligen Töpfe, Krüge, Teller, Schalen, Kerzenhalter, Tassen und so weiter, die in vielen, vielen Stunden auf der Töpferscheibe geformt und dann gebrannt wurden, nicht nur in Krauschwitz an. Sie ist auf einschlägigen Märkten in Europa unterwegs. „Vor zwei Wochen war ich mit der Handwerkskammer Dresden bei einer Kunsthandwerker-Messe in Paris“, berichtet Kathrin Najorka. Es sei eine besondere Erfahrung gewesen und nicht zu vergleichen mit den bekannten Töpfermärkten mitten in der Stadt der Liebe. die sie bereichern durfte.

In guter Erinnerung sei ihr Hatfield bei London. „Bei art in clay sind über 200 Töpfer dabei, das ist Wahnsinn“, beschreibt die Krauschwitzerin ihren Eindruck. Auch in Schottland bot sie 2017 ihre Waren feil, und nächstes Jahr soll ein dritter Markt in Großbritannien dazukommen. Etwas ganz Besonderes sei aber Jahr für Jahr der Schlesische Tippelmarkt in Görlitz. „Da warten tausende Besucher auf unseren Einzug, das ist ein wunderbarer, unvergesslicher Moment.“ Auch andere Regionalmärkte nimmt sie gern wahr wie zum Beispiel in Neukirch oder in Dresden am Goldenen Reiter. „Das hat immer viel Familiäres, und das gefällt mir sehr.“

Doch in den letzten zwei Wochen richteten sich alle Anstrengungen auf die Adventsausstellung ab heute (14 bis 20 Uhr) bis Sonntag (jeweils 11 bis 19 Uhr). „Wir haben ja immer wieder etwas Neues und hoffen, dass es den Besuchern gefällt“, so die Meisterin. Vorneweg könne sie nie sagen, was bei den Besuchern am besten ankommt. Der eine mag die grüne Keramik, der andere die aus dem Holzbrandofen.

Mit ihrer Schwester Antje und Ayaka ist sie Mittwochvormittag mitten beim Dekorieren. Alles, was unter ihren geschickten Händen geformt und verziert wurde, wird weihnachtlich in Szene gesetzt. Das ist ein Muss, wohlige Atmosphäre zu schaffen. Dazu gibt es textile Handarbeiten von ihrer Tochter, Glasschmuck und Öl aus Italien. In der Werkstatt können  die Gäste gern bei  Kaffee, Kuchen und Gebäck etwas länger verweilen.