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Lausitzer Seenland
Verein im Glück: Rekord beim Absegeln auf dem Bärwalder See

Impressionen vom Absegeln am Wochenende auf dem Bärwalder See. Mit insgesamt 17 teilnehmenden Booten wurde ein neuer Rekord aufgestellt.
Impressionen vom Absegeln am Wochenende auf dem Bärwalder See. Mit insgesamt 17 teilnehmenden Booten wurde ein neuer Rekord aufgestellt. FOTO: amz
Klitten. Wassersportler beenden die Saison mit einer finalen Regatta. Große Boote werden mit dem Kran an Land geholt. Sturmschaden am Steg wird repariert.

Paukenschlag zum Saisonausklang auf dem Bärwalder See: 17 Segelboote haben an der letzten Regatta dieses Jahres auf dem neuen Gewässer der Lausitzer Bergbaufolgelandschaft teilgenommen. Nach Angaben von Volker Grabarek, dem Präsidenten des gastgebenden Wassersportvereins Bärwalder See, hat es seit Jahren keine höhere Beteiligung gegeben. „Ein neuer Rekord“, resümiert Grabarek. Verantwortlich sei wahrscheinlich „das ideale Wetter“. Bei Temperaturen um 20 Grad Celsius, strahlendem Sonnenschein und einem ordentlichen Wind aus westlichen und südwestlichen Richtungen mache das Segeln einfach großen Spaß. Selbst so manches Nicht-Vereinsmitglied hat sich zum finalen Segeltörn des Jahres 2017 im Vereinsheim oberhalb der Klittener Marina eingefunden.

Derzeit zählt der Verein 35 Mitglieder, darunter zwei neue. Als Alterspräsidenten fungieren Monika und Bernd Schneider mit ihren 75 und 74 Lenzen. Jüngster ist Aaron Bieder. Der 18-jährige Reichwalder, so erzählt er, ist bereits seit zwei Jahren im Verein aktiv. „Ich bin über das Windsurfen zum Segeln gekommen.“ Das Boot stamme von einem Bekannten. Das 2017er-Absegeln bestreitet Aaron Bieder mit seinem Vater.

Für die Bärwalder Wassersportler geht indes eine turbulente Saison zu Ende. Zwei der insgesamt sieben Regatten mussten abgesagt oder verschoben werden. Im Juli sorgte ein hartnäckiges Gewitter für Frust unter den Seglern. Und im September wollte der Wind dann partout nicht wehen.

Jetzt ist es an der Zeit, die Boote aus dem Wasser in die Überwinterungsquartiere zu transportieren. Am Sonnabend dieser Woche wird  ein riesiger Kran an der Klittener Marina eingesetzt, um die Wasserfahrzeuge an Land zu befördern. Bis zum Monatsende müssen alle Boote den See verlassen haben. „Auch dann gibt es jede Menge Arbeit“, sagt Vizepräsident Lutz Grohmann. Dazu gehörten unter anderem das Entfernen von Schmutz, neue Farbanstriche sowie diverse Reparaturarbeiten. Zudem gehe die Sanierung der „Boxberg“ ins Finale. Das große vereinseigene Boot, das Platz für zwölf Personen bietet, ist in diesem Jahr gerneralüberholt worden. „Wir haben es in alle Einzelteile zerlegt“, so Grohmann. Im Frühjahr, so lautet der Plan, sticht die „Boxberg“ wieder in See. Sie dient vor allem zur Sicherstellung der Regatten, kann aber von privat für Feiern gemietet werden.

Während des Absegelns, das von vielen Besuchern verfolgt wird, wird offensichtlich: Der Steg zwischen Bistro und Klittener Leuchtturm ist gesperrt. Hafenmeister Gerhard Stübner erklärt dazu: „Die Anlage hat beim jüngsten Herbststurm leider Schaden genommen.  Einer der Verbinder ist defekt.“ Die Reparatur soll zeitnah erfolgen. Während des Winterhalbjahres sei der Steg ohnehin nicht nutzbar.

(amz)