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| 16:32 Uhr

Brandschutz
Ablösung mit Blaulicht und Sirene

 Die Kameraden aus Weißkeißel haben seit Pfingsten ein neues Fahrzeug im Bestand. Das TSF hat rund 176 000 Euro gekostet.
Die Kameraden aus Weißkeißel haben seit Pfingsten ein neues Fahrzeug im Bestand. Das TSF hat rund 176 000 Euro gekostet. FOTO: Regina Weiß
Weißkeißel. Die offizielle Ankunft des neuen Feuerwehrfahrzeugs wird in Weißkeißel richtig zelebriert. Der LO kann bald in Rente fahren. Von Regina Weiß

18 Uhr wird Freitagabend in Weißkeißel das Pfingstfest eingeläutet. Wobei läuten nicht ganz richtig ist. Die Sirene erklingt und gleich darauf ein dreistimmiges Tatütata. Denn drei Fahrzeuge machen sich auf den Weg zum Feuerwehrgerätehaus. LO und Tanker haben das neuste Mitglied des Weißkeißeler Fuhrparks in die Mitte genommen. Das Dreiergespann rollt auf den Hof der Feuerwehr, wo die einheimischen Kameraden, Gemeinderäte sowie Floriansjünger der Nachbarwehren Skerbersdorf, Sagar, Krauschwitz-Ost und Weißwasser warten.

GR-WK 112 ist mit einer grünen Girlande geschmückt. Doch das knallige Rot überstrahlt alles. Erst einen Tag vorher haben die Kameraden ihr Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) aus Mühlau abgeholt. Die Bestellung dafür war vor einem reichlichen Jahr ausgelöst worden, nachdem der Gemeinderat grünes Licht gegeben hatte. Beschäftigt hat die Neuanschaffung die Räte, Bürgermeister Andreas Lysk (parteilos) sowie die Feuerwehrkameraden allerdings mehrere Jahre. Erst sollte nämlich ein Mannschaftstransportwagen bestellt werden. Doch dann fand man in dem TSF „das optimale Fahrzeug für unsere Gemeinde“, so Lysk. Mit sechs Mann Besatzung sowie 600 Liter Wasser an Bord kann es bei Feuer oder Hilfeleistungen ausrücken. Es ist nicht nur mit einer Pumpe bestückt, sondern auch mit einem Teleskop-Lichtmast. Die Übergabe im Werk dauerte rund vier Stunden. Schließlich wurde genau erklärt, wie was funktioniert und wo sich was befindet. Dieses Fahrzeugstudium muss nun mit allen Kameraden absolviert werden. Ist das geschehen, dann kann der LO in den wohlverdienten Ruhestand fahren, übrigens kurz vor seinem 30-jährigen Dienstjubiläum. „Er ist immer noch gut gepflegt“, findet der Bürgermeister. Der Robur wird deshalb auch in der Gemeinde bleiben.

2022 wird auch der Tanker gut 30 Jahre alt sein. Zu diesem Zeitpunkt soll auch dafür Ersatz auf den Hof rollen, kündigt Lysk an. Er nutzt den feierlichen Akt, um den Kameraden auch eine Wärmebildkamera zu übergeben. „Hoffentlich muss sie wenig gebraucht werden.“

Die Anschaffung des neuen Fahrzeugs wurde mit 87 000 Euro gefördert. Lysk zeigte sich froh darüber, dass die Zusammenarbeit mit dem Landkreis so gut geklappt habe.

 Die Kameraden aus Weißkeißel haben seit Pfingsten ein neues Fahrzeug im Bestand. Das TSF hat rund 176 00 Euro gekostet.
Die Kameraden aus Weißkeißel haben seit Pfingsten ein neues Fahrzeug im Bestand. Das TSF hat rund 176 00 Euro gekostet. FOTO: Regina Weiß