Schließlich malt Waltraut Geisler, die in Jauernick-Buschbach (bei Markersdorf) zu Hause ist, mit leuchtenden Farben die wunderbaren afrikanischen Landschaften und die farbigen Gewänder sowie das frohsinnige Leben der exotischen Landbevölkerung, ihre Lebenslust, Sinnesfreude und Würde.
Da passten diese Trommelklänge wunderbar zu ihren ausgestellten Werken der Malerei und Grafik, waren sich alle Anwesenden einig.
Begrüßt wurde die Künstlerin sowie zahlreiche Besucher dieser Ausstellungseröffnung auch von Landrat Bernd Lange.
Die Kunsthistorikerin Inga Arnold-Geierhos hielt an diesem Abend eine sehr ausführliche Laudatio und ging fast auf jedes der ausgestellten Werke von Waltraut Geisler detailliert ein.
So erfuhren die Besucher, dass auf den Bilden von Waltraut Geisler nicht nur die Lebensfreude zu sehen ist, sondern dass auch Elend als Folgeerscheinung wirtschaftlicher Not oder Krankheit Einfluss fanden.
In ihrem 70-jährigen Leben sind es vor allem die letzten zehn Jahre, in denen sie die Malerei zu ihrer Passion machte.
Aber schon als junges Mädchen hat sich Waltraut Geisler für Kunst interessiert. Aber Beruf und Erziehung ihrer beiden Kinder ließen es nicht zu, sich intensiv damit zu beschäftigen.
Jetzt - sie ist seit 1995 im Ruhestand - arbeitet sie wieder unaufhörlich an ihren Bildern. Einige von ihnen, das sind vor allem Bilder der letzten Jahre, sind in der neuen Ausstellung auf den beiden Etagen in der Kleinen Galerie zu sehen.
Die Malerei ist für sie nicht nur ein Mittel der Darstellung äußerer Eindrücke, sondern gleichzeitig auch ein Ausdrucksmittel inneren Erlebens im eigenen Lebensraum, hieß es in der Laudatio. Ihre Eindrücke nimmt sie auch auf Reisen nach Indien und Afrika wahr, verbindet sie mit dem Wissen und den Vorstellungen von Geschichte und Tradition.
Mit Acrylfarbe schafft sie auf den Gemälden je nach Stimmung farbige Harmonien, beunruhigende Kontraste oder verhaltende Tonigkeit, sagte Inga Arnold-Geierhos.
Waltraut Geisler arbeitet auch in Serien, gerade im Acrylbild, die einer besonderen Stimmung folgen und Sehn süchte aufzeigen.
Zu sehen sind die meist großformatigen Werke von Waltraut Geisler noch bis zum 14. Juli in den Räumlichkeiten der Kleinen Galerie in Weißwasser. Die Galerie ist wochentags geöffnet.