“ , dazu lädt uns auch Gottes schöne Schöpfung ein, die sich jetzt in ihren prächtigsten Farben zeigt.
Und ganz ähnlich muss es auch der Psalmbeter des 19. Psalms gesehen haben, der voller Begeisterung bekennt: "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes und die Feste verkündigt seiner Hände Werk." Beides, das Lied und auch der Psalm, wollen uns ermutigen, dass wir uns immer wieder an Gottes Schöpfung erfreuen und uns aufmachen diese Schönheit zu entdecken. Und Gott gibt uns auch die Zeit dazu: Zum Beispiel am Sonntag, wo alle Arbeit ruhen darf und wir Kraft tanken sollen für den Alltag. Warum auch nicht einmal wieder richtig Sonntag feiern, so wie in alten Zeiten, dankbar und gelassen mit Gottes Zuspruch durch den Tag zu gehen, ohne Hektik und Stress - in Ruhe und Gelassenheit? Wieviel Kraft könnten wir daraus gewinnen! Und vielleicht entdecken wir dabei, was unserem Herzen ja wirklich gut tut - und was uns auferbaut, in einer Zeit, wo es nur noch wenige Dinge gibt, für die "nicht die Hand aufgehalten" wird. Gottes Gaben in seiner bunten Schöpfung sind nicht umsonst, aber gewiss kostenlos. Und darum: "Geh aus mein Herz und suche Freud - in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben; schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben!" Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag.
*Der Autor des Beitrages ist Pfarrer in Bad Muskau