Im großen Garten von Familie Schneider im Klittener Ortsteil Dürbach wird noch aus Tradition ein kleiner landwirtschaftlicher Betrieb am Leben erhalten. In dem „Öko-Garten“ findet man neben Mohrrüben, Runkelrüben, Kartoffeln auch die Wasserrübe, eine kaum noch angebaute Pflanze.
Als das Getreide abgeerntet wurde, sind die Rübensamen in die Erde gekommen. So werden die Felder zweimal genutzt. Früher – und zum Teil noch heute – wurden mit den Rüben Haustiere im Winter gefüttert. Doris Schneider hatte die Rüben bereits im Vorfeld der Klittener 800 Jahr-Feier geerntet.
Seit einer Woche wird in Klitten in der Gemeinde Boxberg das Jubiläum begangen. Am Freitag, 7. Oktober, wird ab 15.30 Uhr ins Festzelt zu einem Filmnachmittag für Kinder eingeladen. Die etwas Größeren werden ab 20 Uhr zur Disko erwartet. Der Höhepunkt der Feierlichkeiten wird am Samstag, 8. Oktober, ab 14 Uhr der Festumzug sein.

Rüben-Samen von Familie Schneider aus Klitten kann gegen Spende erworben werden

Ein kleiner Höhepunkt dabei: Zwischen 14 und 15 Uhr soll der Rüben-Samen von Familie Schneider gegen eine Spende seinen Besitzer wechseln. Der Erlös soll der Sanierung der evangelischen Kirche gespendet werden. Über mehrere Monate ist das Gotteshaus saniert worden – und pünktlich zum 800. Geburtstag des Ortes fertiggestellt.
In der Kirche wird am Sonntag, 9. Oktober, um 9 Uhr ein ökumenischer Abschlussgottesdienst abgehalten. Während der Kirche übrigens ein genaues Jahr der Erwähnung – 1346 – zugeordnet werden kann, ist das für den Ort selber nicht möglich. In Görlitzer Gerichtsbüchern wird das wendische Dorf „Kletin“ erstmalig 1461 erwähnt.