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| 02:51 Uhr

70 Stunden Grundausbildung wirken geradezu abschreckend

Bürgermeister Rüdiger Mönch (l.) kann sich nicht nur über die Ehrungen für Wolfgang Werner und Erhard Müllrich (2.v.l.) freuen, sondern auch über die Neuaufnahmen von Maria Kuscher, Jens Kuscher sowie Ronny Kliemann. Wehrleiter Henryk Hentschke (2.v.r.) und Steffen Preuß (3.v.r.) von der Gemeindewehrleitung sind ebenfalls froh über neue Kameraden.
Bürgermeister Rüdiger Mönch (l.) kann sich nicht nur über die Ehrungen für Wolfgang Werner und Erhard Müllrich (2.v.l.) freuen, sondern auch über die Neuaufnahmen von Maria Kuscher, Jens Kuscher sowie Ronny Kliemann. Wehrleiter Henryk Hentschke (2.v.r.) und Steffen Preuß (3.v.r.) von der Gemeindewehrleitung sind ebenfalls froh über neue Kameraden. FOTO: Martina Arlt/mat1
Skerbersdorf. In einer großen Runde haben sich am Samstagnachmittag in der Gaststätte "Zur Eiche" die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr in ihrem Heimatort Skerbersdorf zusammengefunden. Ortswehrleiter Henryk Hentschke war auf die Jahreshauptversammlung bestens vorbereitet und gab noch einmal eine Zusammenfassung zum geleisteten Jahr 2016. mat1

Auch die Wahl der neuen Führung war einer der Tagesordnungspunkte. Durch die zweistündige Versammlung führte Kamerad Jörg Kuhla.

Wiedergewählt

Die Skerbersdorfer Kameraden wählten am Samstag ihre neue Wehrführung für fünf Jahre. So wird auch für die nächste Zeit Henryk Hentschke als Ortswehrleiter sowie Thomas Junge stellvertretend in der Wehr in Skerbersdorf wirken.

Derzeit gehören 28 Mitglieder der Feuerwehr Skerbersdorf an, davon 18 aktive sowie zehn aus der Alters- und Ehrenabteilung. "Somit hat sich an der Personalsituation unserer Wehr und dem damit verbundenen Problem der Tageseinsatzbereitschaft nichts geändert. Hier sind wir auf unsere Schichtarbeiter angewiesen. Neue Kameraden für unsere Wehr zu gewinnen, gestaltet sich sehr schwierig. Es scheitert meistens an den hohen Anforderungen der Ausbildung. Eine 70-stündige Grundausbildung nur an den Wochenenden schreckt viele von vornherein ab", so der Ortswehrleiter. Dennoch ist es gelungen, drei Einwohner von Skerbersdorf für die Feuerwehr zu gewinnen. Das sind Maria Kuscher, Jens Kuscher sowie Ronny Kliemann.

Drei Einsätze

Die Skerbersdorfer Kameraden rückten im vergangenen Jahr zu drei Einsätzen aus. Dazu gehörte ein Verkehrsunfall auf der S 127, ein Waldbrand in Weißkeißel-Kaupen sowie ein Brand an einer Heizungsanlage in Podrosche. Auch Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler), sein Stellvertreter Daniel Mosmann sowie Ingelore Ruge als Sachgebietsleiterin des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz im Landkreis Görlitz gaben einen Abriss des Feuerwehrgeschehens in der Region oder nahmen den einen oder anderen Hinweis zur Arbeit der Feuerwehr mit. Auch der stellvertretende Gemeindewehrleiter Steffen Preuß machte einige Ausführungen zur Feuerwehrarbeit in der Gemeinde Krauschwitz. Das leidliche Problem "Waldwege" wurde auch diesmal wieder angesprochen, doch seit Jahren ändert sich kaum etwas an dieser Situation. Nach Baumfällungen sind die Wege nicht mehr befahrbar. Diese Tatsache stelle für Feuerwehren ein großes Problem im Ernstfall dar. Auch Revierförster Matthias Kruner unterstich ebenfalls, dass das Problem schon seit Jahren angesprochen werde, es sich aber kaum etwas am Zustand ändere.

Zu Besuch im Kraftwerk

Zu den außerdienstlichen Aktivitäten der Skerbersdorfer Kameraden gehörten im vergangenen Jahr das Hexenfeuer, die Betreuung einer Schulklasse aus Sagar im Gerätehaus sowie das Schanzenspringen. Die Kameraden starteten zu einem Besuch zum Kraftwerk Boxberg und gehörten zu den Teilnehmern des Barbaratages der Keulahütte Krauschwitz.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung wurden Wolfgang Werner für 40 Jahre Dienst in der Feuerwehr sowie Erhard Müllrich für 60 Jahre geehrt.