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| 02:44 Uhr

640 Euro Geldstrafe für Faustschlag ins Gesicht

Weißwasser. Ein 27-Jähriger Weißwasseraner ist zu einer Geldstrafe in Höhe von 640 Euro, die an eine gemeinnützige Einrichtung zu zahlen ist, vom Amtsgericht Weißwasser verurteilt worden. Dem jungen Mann wurde vorgeworfen, eine vorsätzliche Körperverletzung begangen zu haben. Christian Köhler

Den Faustschlag ins Gesicht sah Amtsrichter Ralph Rehm als erwiesen an.

In einer lauen Sommernacht im Juni des vergangenen Jahres hatte sich Martin K.* an einer Bank in der Nähe einer Tankstelle in der Bautzener Straße in Weißwasser niedergelassen. "Ich habe mir noch ein Bierchen genehmigen wollen", sagte er vor Gericht. Plötzlich sei der Angeklagte an ihm vorübergelaufen und habe ihn dann mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Darauf hin habe sich Martin in Richtung Tankstelle begeben, deren Mitarbeiter aufgrund des starken Nasenblutens die Polizei gerufen habe. Der Angeklagte, den Richter Rehm mit den Worten begrüßte "Wir kennen uns ja bereits von früheren Veranstaltungen", wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern.

Der Polizist gab im Gerichtssaal an, er habe den Krankenwagen rufen müssen, damit der Geschädigte behandelt wird. "Die Nase war nicht gebrochen", sagte Martin K. aus. Er sei dem Polizisten darüber hinaus von früheren Polizeieinsätzen bekannt. Während der Vernehmung hatte Martin K. den Täter beschrieben und polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass dieser einst Nachbar von K. gewesen war. "Er hat meine Familie und Kinder bedroht", rief der Angeklagte während der Zeugenvernehmung. Martin dagegen gab an, er sei geschlagen worden, weil er seinen damaligen Nachbarn beim Vermieter angeschwärzt habe.

"Das lässt sich nicht mehr in Erfahrung bringen", fasste der Richter zusammen. Für ihn sei maßgeblich, dass der Angeklagte eingeräumt hatte, Martin geschlagen zu haben. "Was Ihnen zudem auf die Füße fällt", so richtete sich Rehm an den Angeklagten, "sind ihre Vorstrafen." Weil der Beschuldigte auch noch beim "Schwarzangeln" erwischt wurde, zog das Gericht beide Strafen zu einer Geldstrafe in Höhe von 640 Euro zusammen. Beide, sowohl den Angeklagten als auch den Geschädigten, mahnte Rehm, ihren Alkoholkonsum deutlich einzuschränken.