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40 Kita-Teams wollen den Rekord

Cheforganisator Frank Konietzky stellte gestern den Turnierablauf vor und dankte allen, die bei der Ausrichtung helfen. 40 Kita-Teams wollen den Guinness-Rekord erzielen.
Cheforganisator Frank Konietzky stellte gestern den Turnierablauf vor und dankte allen, die bei der Ausrichtung helfen. 40 Kita-Teams wollen den Guinness-Rekord erzielen. FOTO: Gabi Nitsche
Weißwasser. Cheforganisator Frank Konietzky vom VfB Weißwasser ist happy. Gestern früh hat die vierzigste Kita ihre Teilnahme zugesagt – die Kita Felicitas aus Weißkeißel. Gabi Nitsche

Jetzt kann das Abenteuer Weltrekordversuch seinen Lauf nehmen. Denn mit dem größten Kita-Fußball-Welpenturnier der Lausitz könnten es die Weißwasseraner ins Guinnessbuch der Rekorde schaffen. "Angemeldet ist alles fristgemäß", versicherte gestern Hajo Beil, Vereinschef von VfB Weißwasser, dem Ausrichter des Turniers.

Doch der Rekord stehe keineswegs im Mittelpunkt. "Es geht um den Spaß, die Bewegung der Kinder und den olympischen Gedanken - die Teilnahme zählt", verkündete Konietzky.

Die 40 Kita-Teams kommen aus Sachsen, Brandenburg, Polen und Tschechien. Wobei die meisten Mannschaften aus Weißwasser und Umgebung sind. Gestern bei einer öffentlichen Pressekonferenz in der alten Telux-Formwerkstatt stellte Konietzky das Starterfeld und den Turnierablauf vor.

Insgesamt bestreiten die 40 Kita-Teams, also etwa 715 Kinder, in acht Gruppen (A - E) mit jeweils fünf Mannschaften insgesamt 140 Spiele nach einem ausgeklügelten System. "Wir rechnen mit 1000 Toren", gab Frank Konietzky lachend das Ziel vor. Sechs Spielfelder mit Fünf-Meter-Toren werden am Turnerheim eingerichtet und zwei auf dem Kunstrasenplatz mit kleineren Toren. In der Vorrunde jagen die jüngsten Fußballer jeweils sieben Minuten in einem Spiel dem Ball hinterher und wollen nur eins, ihn im Kasten unterbringen. In der Hauptrunde sollten es zehn Minuten sein. Doch nach einem Hinweis der Boxberger Kita-Vertreterin bleibt es bei sieben Minunten. Die Kinder seien einfach schon kaputt, wenn es um das Finale gehe, bat sie zu bedenken.

2016 gab es einen äußerst erfolgreichen Testlauf. 32 Kitas mit 600 Kindern beteiligten sich am Welpenturnier in Weißwasser und waren mit Feuereifer dabei. Selbst Petrus hatte sich die Fußball-Töppen angezogen und für super Wetter gesorgt. Das sollte am 16. Juni auch der Fall sein, wünschen sich alle. Egal, welche Kita gestern gefragt wurde - alle sind heiß auf das Turnier. Die Vorjahressieger Spreespatzen aus Spremberg wollen unbedingt wieder den Titel. Die Sieger der Herzen aus der Kita Sonnenstrahl aus Krauschwitz möchten gern einige Tore mehr erzielen. Wobei sie den kuschligen Teddybär als Trost-Pokal gestern ungern wieder hergaben. Das erste Mal dabei sind die "Gummistiefelchen" aus Uhsmannsdorf. Sie trainieren für das Turnier mit Fußballern von Grün-Weiß aus dem Heimatort. Aus Weißwassers Partnerstadt Zary haben sich vier Mannschaften angemeldet. Auch sein Kind sei dabei, berichtete der stellvertretende Bürgermeister von Zary, Olaf Napiorkowski, gestern. Viele Eltern und Großeltern wollen als Fans mit nach Weißwasser kommen. "Ich freue mich, dass Kinder aus drei Ländern teilnehmen und ihren Spaß haben", bekannte der Pole.

Interessant auch, dass mit Dirk Naumburger der Bürgermeister von Kreba-Neudorf die kleinen Fußballer in seinem Ort trainiert. Er habe die Weißwasseraner auch bei der erfolgreichen Suche nach Fördermitteln mit Rat und Tat zur Seite gestanden, lobte Frank Konietzky. Dem "Leitwolf" dankte Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) herzlich für dessen Einsatz. "Wir sind auf der Zielgeraden , und Koni gibt immer Gas." Der OB wünscht sich, dass alles glatt geht und die Kinder großen Spaß haben, dass es gelingt zu zeigen, Weißwasser ist etwas Besonderes. "Vielen Dank an alle Mitwirkenden und die Kita-Mitarbeiterinnen."

Vor zwei Jahren wurde die Idee für den Rekordversuch geboren. 13 Akteure im Organisationskomitee nahmen sich der Sache an. Vorneweg der "Leitwolf". "4862 E-mails habe ich bisher geschrieben. Die 5000 schaffe ich noch bis zum Anstoß", sagte Konietzky.

Er gab im Namen der Ausrichter die Devise für das Fußball-Spektakel heraus: "Bewegung ist Trumpf!" Mit sportlichem Eifer wird es ein Erfolg. Und wenn ein Tor fällt, reißen alle 22 Mitspieler die Arme hoch. Denn: "Verlierer gibt es bei uns nicht. Niemand sollte vergessen, auch die Fans nicht, es ist nur ein Kinderturnier und keine WM." Die Kinder würden das wissen, die Erwachsenen nicht immer. Und noch eins: "Fairness ist Trumpf, und der Schiri hat immer Recht."

Zum Thema:
Es ist Cheforganisator Frank Konietzky und seinen Mitstreitern gelungen, 112 Unterstützer für das Turnier zu finden. Der VfB Weißwasser 1909, die Sportstadt Weißwasser mit Schirmherr Oberbürgermeister Torsten Pötzsch, der Fußballverband Oberlausitz, der Sächsische Fußballverband kooperieren. Mit im Boot ist der Stadtsportverband Weißwasser. Am Turniertag erwartet die Kinder auch ein ansprechendes Rahmenprogramm mit Flizzy-Sportabzeichen-Angeboten, Streetsoccer-Anlage, Kinder-Quadfahren, Torwandschießen. Die aktiven Fußballer des Turniers dürfen nur in Sportschuhen spielen. Fußballschuhe sind verboten. Aus den Fehlern des Turniers 2016 lernend gibt es für den 16. Juni ein neues Parksystem. Die RUNDSCHAU stellt das in einem weiteren Beitrag vor.