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| 01:30 Uhr

2012 wird auch für Trebendorf und Schleife „Reichensteuer“ fällig

Trebendorf. Im kommenden Jahr muss die Gemeinde Trebendorf „Reichensteuer“ an den Freistaat Sachsen zahlen. Diese Hiobsbotschaft offenbarte Kämmerin Carmen Petrick am Mittwochabend den Gemeinderäten, als diese über den Haushalt 2012 diskutierten. ni

Den Räten fiel die Kinnlade nach unten, als sie die Summe hörten: rund 120 000 Euro. In der Nachbargemeinde Schleife ist es die Hälfte, so Petrick.

Auslöser sind die hohen Gewerbesteuern, die im letzten Halbjahr 2010 und im ersten 2011 in die Gemeindekassen flossen.

Ariane Kraink (WV Trebendorf) gestand entsetzt: „Ich verstehe die Logik nicht. Wir haben doch die zu hohen Gewerbesteuern von Vattenfall wieder zurückgezahlt.“ Ihrer Meinung nach dürften diese deshalb nicht mehr mitgerechnet werden. Ein Irrtum. Laut Finanzausgleichsgesetz zählt nur das „Ist“ der Einnahmen im genannten Zeitraum. Und darauf baut sich die seit 2009 ins Leben gerufene Finanzumlage ans Land aus. Aus Sicht von Tilo Niemz ein wirklichtkeitsfremdes Vorgehen.