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| 18:03 Uhr

Der neue Berg ruft
18 Meter hoher Kletterfelsen in Krauschwitz eingeweiht

Neuen Kletterfelsen getestet
Neuen Kletterfelsen getestet FOTO: Arlt Martina
Krauschwitz. Er ist wohl die Attraktion in der Region schlechthin, der neue Kletterfelsen im ehemaligen Helmut-Just-Stadion von Krauschwitz. Der erste offizielle Startschuss für den neuen Kletterfelsen mit 24 Routen ist am Samstag gefallen. Von Martina Arlt

Zahlreiche Kletterfreunde aus Zittau, Cottbus und der Region wollten es am Samstag wissen und krackselten den 18 Meter hohen Felsen hinauf. Für dieses Bauwerk wurden 250 000 Euro investiert. Der Felsen entstand im Rahmen des Projektes „Abenteuer Neiße“ - zur touristischen Erschließung des deutsch-polnischen Grenzgebietes. Der Bau ist daher vollständig gefördert worden.

Die Kletterfreunde konnten es am Samstag kaum erwarten, dass es auf den Berg hinauf geht. Auch die Macher Jens Brand und Oliver Hechler von der Cottbuser Firma „build a rock“ ließen sich diesen schönen Moment der Freigabe des Kletterturmes nicht nehmen. Seit 15 Jahren ist der Spezialbetrieb für die Herstellung von Kunstfelsen aus Beton bekannt und bundesweit unterwegs. Die leidenschaftlichen Bergsteiger dieser Firma bauten sich einst selbst einen Kletterturm. Ihre Idee wurde ein Marktschlager. Noch heute liegen diese Kletterfelsen voll im Trend, die möglichst in natürlicher Form gebaut werden.

Sportkletterer können sich fortan am großen Felsen austoben. Dazu gehört auch Ingo Nescholta aus Groß Düben, der nun Vorsitzender der Ortsgruppe Krauschwitz der Kletterfreunde ist und selbst seit drei Jahrzehnten dem Deutschen Alpenverein, Sektion Zittau, angehört.

Der Krauschwitzer Felsen bietet 24 Routen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die mit gelben, roten, blauen und grünen Griffen erkennbar sind. Sie sind mit regional bezogenen Namen unterlegt.

Eine große Eröffnung soll es nach dem Test am Wochenende wahrscheinlich im Frühjahr 2019 geben. Es ist aber auch schon jetzt nach Anmeldung unter Telefon 0170/4408200 möglich, den Felsen zu erklimmen. Auch Schulklassen können unter Aufsicht von geschultem Personal diese Erlebnispädagogik nutzen.

Ingo Nescholta ist sehr zuversichtlich, dass der Kletterfelsen auch von der Nähe des Erlebnisbades nebenan profitiert. In der Gemeinschaft könnte sozusagen ein „Brennerpass“ zwischen Bad und Felsen als Nachbarn entstehen. Erste Ideen hat Ingo Nescholta bereits mit dem Leiter des Erlebnisbades, Jörg Funda, entwickelt. Der Bad-Chef ist selbst Mitglied im Deutschen Alpenverein Dresden. Er beabsichtigt, jetzt nach Krauschwitz zu wechseln.