Zunächst war der junge Mann in der Nähe der elterlichen Wohnung von drei, ihm unbekannten, vermummten Männern angesprochen worden. Das Trio forderte ihn auf, Geld herauszurücken. Als er dem nicht nachkam, flogen die Fäuste. Er wurde verprügelt, festgehalten und durchsucht, so die Polizei. Schließlich nahmen sie ihm einen zweistelligen Bargeldbetrag ab. Der junge Mann verlor bei der Schlägerei einen Zahn, erlitt Gesichtsverletzungen, musste in ärztliche Behandlung, heißt es weiter bei der Polizei.
Das gleichaltrige Opfer Nummer zwei hatte Stunden später am Bahnhofsgebäude an der Bahnsteigkante gewartet, als plötzlich eine Gruppe junger Männer kam, den 17-Jährigen in ein heftiges Streitgespräch verwickelte. Im Zuge der verbalen Auseinandersetzung wurde der Jugendliche ins Gesicht geschlagen, gegen Kopf und Körper getreten. Zu seinem eigenen Schutz hatte er sich auf den Boden gehockt. „Schließlich nahm man dem verängstigten Opfer die Geldbörse und den Rucksack ab, zog ihm die Schuhe aus. Mit Schuhen, Geld und Rucksack haben die Peiniger sich dann aus dem Staub gemacht“ , so Petra Kirsch, Pressesprecherin der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien.
Ob beide Fälle miteinander in Verbindung stehen, wollte die Polizei auf Nachfrage weder bestätigen noch abstreiten. „Es wird in alle Richtungen ermittelt“ , so Petra Kirsch. Bei Fall Numero zwei verfolge die Polizei eine heiße Spur: Es gibt einen namentlich bekannten Tatverdächtigen.