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150 000 Euro fließen 2017 ins Kiez

Igor Dimitrijoski von den Stadtwerken, Steffen Pleschinger und Kiez-Chef Marcel Proske schauen sich die Schäden auf dem Gelände an, die die Wildschweine verursacht haben.
Igor Dimitrijoski von den Stadtwerken, Steffen Pleschinger und Kiez-Chef Marcel Proske schauen sich die Schäden auf dem Gelände an, die die Wildschweine verursacht haben. FOTO: Christian Köhler
Weißwasser. Im Jahr 2016 hat das Kindererholungszentrum am Braunsteich (Kiez) 17 000 Übernachtungen gezählt. Damit diese Zahl so bleibt oder, wie Geschäftsführer Marcel Proske betont, "im besten Fall noch auf 18 000 steigt", sollen im Kiez etwa 150 000 Euro investiert werden. Christian Köhler

Größter Posten wird in diesem Jahr der Bau eines neuen Spielplatzes werden. Dafür soll eine in die Jahre gekommene Tischtennishalle abgerissen werden. Gleichzeitig soll der Eingangsbereich zum Bettenhaus umgestaltet werden. "Der gesamte vordere Bereich soll in zwei Bauphasen neu gepflastert werden", sagt Marcel Proske.

Gleichzeitig soll die Wasseraufbereitungsanlage für das sanierte Schwimmbad in Schuss gebracht werden. "Das ist der Bereich, den die Besucher nicht sehen, der aber mindestens genauso wichtig ist", erklärt der Kiez-Chef. Er hat nun mehr als 14 Beschäftigte und Saisonarbeiter im Einsatz, um die Vorarbeiten zu leisten.

Inzwischen haben bereits Renovierungsarbeiten im Haupthaus begonnen. Im Laufe des Jahres sollen dann alle 190 Betten im Haus in erneuerten Zimmern stehen. Zudem haben die Stadtwerke Weißwasser (SWW) und Veolia ein neues Computer-Kabinett im Kiez eingerichtet. "Wir freuen uns, das Kiez mit dieser Dauerleihgabe attraktiver für die Besucher zu machen", erklärt SWW-Geschäftsführerin Katrin Bartsch. Zugleich wolle man das neue Kabinett als Schulungsraum für die SWW-Mitarbeiter nutzen. Nun müsse nur noch der große Telekommunikationsanbieter für schnelles Breitband sorgen, sagt auch Kiez-Vereinsvorsitzende Petra Brünner.

Seit 1. März hat die Saison im Kiez begonnen und die Vorbereitungen für die etwa 20 Feriencamps laufen bereits. "Wir haben in diesem Jahr erstmalig ein Reit-Camp im Angebot", erläutert Marcel Proske, "was wir in Kooperation mit dem Reitverein in Gablenz anbieten." Daneben ist ein Tanz- oder Abenteuer-Camp geplant.

Soweit alles gut. Aber Größere Sorgenfalten bekommt der Kiez-Chef beim Anblick der Außenlagen und der Bungalowsiedlung. Dort haben sich im Herbst und Winter Wildschweine ihren Bahnen durch die Grünanlagen gegraben. "Das wird ein enormer Kraftakt, die Flächen wieder herzustellen", ist sich Proske sicher. Bisher habe sich noch keine Lösung für die Wildschweinplage abgezeichnet. Die Tiere schwimmen nämlich über den Graben und kommen so ungehindert ins Kiez.