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| 17:44 Uhr

Tagebau Welzow
Ungewöhnliche Belastung durch Tagebaustaub

FOTO: Valerio
Welzow. Im März bildete sich in Welzow auf Neuschnee eine dunkle Staubschicht. Anwohner vermuteten, dass es sich um Kohlestaub aus dem Tagebau Welzow-Süd handelt. Jetzt gab der Tagebaubetreiber Leag Untersuchungsergebnisse bekannt. Von Simone Wendler

Die Welzower mussten an einem Märzwochenende eine deutlich erhöhte Staubbelästigung durch den den benachbarten Tagebau erdulden. An einem von drei Messpunkten für den Staubniederschlag, so die Mitteilung der Leag, seien zu diesem Zeitpunkt erhöhte Werte wie seit zehn Jahren nicht mehr ermittelt worden. Die anderen beiden Messstellen wiesen laut Leag normale Messzahlen auf. Diese Ergebnisse seien dem Landesbergamt als Aufsichtsbehörde mitgeteilt worden.

Als Ursache macht das Bergbauunternehmen eine seltene Witterungskonstelation am dritten Märzwochenende verantwortlich. Kalte Luftmassen seien aus Nordosten mit Windböen bis Stärke sechs über das Gelände gefegt. Dazu kam ein gegenüber dem Normalwert um die Hälfte verringerter Niederschlag in dieser Zeit. Deshalb sei die Staubbelastung mit den vorhandenen technischen Maßnahmen nicht zu verhindern gewesen. „Die Leag bedauert die daraus resultierende Belästigung für Tagebauanwohner“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Bei dem Staub, der zwischen dem 16. und 18. März verstärkt in Welzow niederging habe es sich jedoch nicht wie von Anwohnern vermutet um Kohleteilchen gehandelt, sondern um Kippensand. Das hätten Analysen des gesicherten Probematerials ergeben. Die Leag geht davon aus, dass die Immissionsjahreswerte für den Tagebau trotzdem eingehalten werden.