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| 15:46 Uhr

Wissenschaft
BTU tauscht Studenten mit Berlin

Ein Blick ins Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) der BTU Cottbus-Senftenberg.
Ein Blick ins Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) der BTU Cottbus-Senftenberg. FOTO: BTU Cottbus-Senftenberg
Cottbus. Bundesweit ist ein einmaliges Projekt zweier Universitäten in der Studienorientierung gestartet. Von Christian Taubert

Diese Kooperation ist einmalig unter deutschen Universitäten: Die TU Berlin und die BTU Cottbus-Senftenberg werden künftig junge Leute, die im einjährigen Orientierungsstudium den für sie richtigen Studiengang finden wollen, austauschen. Die beiden Vizepräsidenten, BTU-Professor Matthias Koziol und Prof. Hans-Ulrich Heiß, unterzeichnen am Montag einen entsprechenden Vertrag.

Ab September geben die zwei eher konkurrierenden Hochschulen zunächst jeweils zehn Studieninteressierten die Chance, sich an der Partner-Uni zu versuchen. Gemeinsam ermöglichen sie Einblicke in 80 verschiedene Bachelorstudiengänge. Hierzu stehen an jeder der beiden Universitäten etwa 70 Studiengangsmodule zur Auswahl.

„Wir versprechen uns natürlich, dass die Lausitz damit als Studienort bekannter wird“, sagt Prof. Koziol. „Es soll sich herumsprechen, welche guten Bedingungen es nahe Berlin noch gibt.“

Das Orientierungsstudium ist einst als Reaktion auf hohe Studienabbrecherquoten eingerichtet worden. An der TU Berlin hat sich MINTgrün seit 2012 von 100 auf 600 Teilnehmer entwickelt. Die BTU ist für ihr Orientierungsstudium College+ im Juni vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit der Hochschulperle geehrt worden. Die Studierenden sollen auch von den Alleinstellungsmerkmalen der Unis profitieren: der intensiven Projektarbeit in den Berliner Laboren oder der umfangreichen Berufsorientierung mit dem integrierten BTU-Job-Shadowing. Hier begleiten Studierende erfolgreiche Absolventen an ihrem Arbeitsplatz.