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| 15:53 Uhr

Wirtschaft
Papierfabrik Spremberg baut zweite Papiermaschine

Ein Mitarbeiter steht unter einer riesigen Rolle Wellpappe-Rohpapier in der Papierfabrik in Spremberg. Jetzt kommt eine zweite Papiermaschine hinzu.
Ein Mitarbeiter steht unter einer riesigen Rolle Wellpappe-Rohpapier in der Papierfabrik in Spremberg. Jetzt kommt eine zweite Papiermaschine hinzu. FOTO: Patrick Pleul / dpa
Spremberg. Die Firma Hamburger Rieger GmbH hat am Donnerstag die Investition von 370 Millionen Euro in ihren Standort in Spremberg bekanntgegeben. Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber(SPD) sprach von einer „Produktion auf Weltniveau“. Von Christian Taubert

Im Industriepark Schwarze Pumpe ist am Donnerstag eine der größten Investitionen der jüngsten Vergangenheit in der Lausitzer Wirtschaft verkündet worden. In der Papierfabrik der Firma Hamburger Rieger GmbH Spremberg wird eine zweite Papiermaschine mit einem Investitionsvolumen von 370 Millionen Euro aufgebaut. Wie der Geschäftsführer der Hamburger Containerboard Harald Ganster, vor Ort bekannt gab, würden die Bauarbeiten noch in diesem Monat beginnen. Damit sollen künftig rund 200 neue Arbeitsplätze an dem Standort an der Landesgrenze zu Sachsen entstehen.

Seit mehr als einem Jahr wird in Spremberg (Spree-Neiße) über die beträchtliche Millionen-Investition in der Papierfabrik der Firma Hamburger Rieger spekuliert. Sowohl das Land Brandenburg, die Stadt Spremberg als auch die Spremberger Wirtschaftsförderung ASG hatten das zur Prinzhorn Gruppe gehörende Unternehmen umworben und Unterstützung zugesagt. Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) lobte jetzt den Einsatz von Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) für die Entwicklung des Industrieparks Schwarze Pumpe. Darin sehe sie „ein Zeichen, dass sich die Landespolitik um unseren Standort kümmert“.


Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD/l.) und Cord Prinzhorn, geschäftsführender Vorstand der Prinzhorn Gruppe bei der Verkündung der guten Nachricht.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD/l.) und Cord Prinzhorn, geschäftsführender Vorstand der Prinzhorn Gruppe bei der Verkündung der guten Nachricht. FOTO: Christian Taubert / LR

Minister Gerber wies darauf hin, dass sich Brandenburg zu einem bedeutenden Papierproduktionsstandort in Deutschland entwickelt habe. Daran habe die Papierfabrik Spremberg einen deutlichen Anteil. „Sie steht für Papierproduktion und Verpackung auf Weltniveau“, betonte der SPD-Politiker und fügte hinzu, dass Hamburger Rieger mit dieser Investition „ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Brandenburg und insbesondere zur Industrieregion Lausitz abgegeben hat“.

Das Land Brandenburg unterstützt die Errichtung der Papiermaschine nach den Worten des Ministers mit 34 Millionen Euro aus dem Programm „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Mit der neuen Maschine können jährlich 500 000 Tonnen Papier erzeugt werden.