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| 15:23 Uhr

Zwei Klein Buckower Gehöfte stehen noch

Zum traditionellen Foto stellten sich die "Klein Buckschen" an ihrem Gedenkstein auf. Foto: T. Richter/trt1
Zum traditionellen Foto stellten sich die "Klein Buckschen" an ihrem Gedenkstein auf. Foto: T. Richter/trt1 FOTO: T. Richter/trt1
Spremberg. Rund 80 ehemalige Einwohner von Klein Buckow haben am Sonnabend ihr traditionelles Steinfest begangen. Zum zweiten Mal fand es am neuen Standort der Erinnerungsstätte statt. Torsten Richter/trt1

Aufgrund von Eigentumsverhältnissen musste diese im vergangenen Jahr ihren Standort wechseln.

Jetzt befindet sich das Areal inmitten der Klein Buckower Ausbauten nahe der Straße von Spremberg nach Drebkau. Von den drei Gehöften sind zwei noch heute erhalten. Dort lebten einst die Familien Rose und Lubosch, weiß Erich Matke von der Interessengemeinschaft Klein Buckow. Die beiden Familien wohnen dort allerdings nicht mehr. Der 76-jährige verspüre noch heute ein Gefühl der Freude, wenn er die alte Linde vor dem Anwesen Rose erblicke. In diesen Tagen präsentiert sich der mehrere hundert Jahre alte Baum im schönsten Gewand: Er steht in voller Blüte.

Von den Ausbauten weichen musste das Gehöft Kruß. Auch Erich Matkes Geburts- und Elternhaus, das sich nur einen Steinwurf von der heutigen Erinnerungsstätte entfernt befand, existiert nicht mehr. "Wir haben bis 1986 in der Gartenstraße gewohnt. Ich kann mich an alles noch detailgetreu erinnern, vor allem aber an den großen Garten mit seinen vielen Obstbäumen", so der ehemalige Klein Buckower. Ende der 1980er-Jahre musste das Dorf, wie bereits Groß Buckow kurze Zeit zuvor, dem Tagebau Welzow-Süd weichen. Etwa 170 Menschen waren von der Umsiedlung betroffen, weiß Ines Bethker, die für die Organisation der Treffen der Klein Buckower den Hut auf hat.

Die Erinnerungsstätte hinterlässt einen wohlgepflegten Eindruck. Dafür zeichnet sich maßgeblich Reiner Raak verantwortlich. Jetzt im Sommer fährt der 70-Jährige von Spremberg fast täglich mit seinem Motorrad hinaus nach Klein Buckow, pflegt und wässert das blumenreiche Areal. "Nebenbei" füttert er eine fünfköpfige Katzenfamilie, die dort lebt, ebenso ein frei lebendes Kaninchen. Und Reiner Raak hat noch einen großen Traum: "Ich will eine Stange zum Vogelschießen aufstellen. Diese Tradition wurde bei uns in Klein Buckow viele Jahre gepflegt." Für dieses Vorhaben sucht Reiner Raak er allerdings noch mehrere Unterstützer.