ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:36 Uhr

Willkommensfest in Welzow
„Welzow dagegen ist wie Urlaub“

 Schnell kommen die Neu-Welzower mit Thorsten Stange (2. v. r.) vom Verein für Jugendverkehrserziehung und Bürgermeisterin Birgit Zuchold (r.) ins Gespräch.
Schnell kommen die Neu-Welzower mit Thorsten Stange (2. v. r.) vom Verein für Jugendverkehrserziehung und Bürgermeisterin Birgit Zuchold (r.) ins Gespräch. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Welzow. Zuzügler erzählen, was sie in die Stadt am Tagebau lockt und wo sie sich einbringen. Von Annett Igel-Allzeit

(ani) Warum ziehen Menschen nach Welzow, Stadt am Tagebau? Der Liebe wegen, um Oma in der Nähe zu haben, um dem Großstadtstress zu entrinnen. Bürgermeisterin Birgit Zuchold (SPD) schaut glücklich in die Runde der Zuzügler. Das Willkommensfest hat Tradition in der Alten Dorfschule bei Hausherrin Kerstin Helbig. Ein Imbiss wird vorbereitet, mehrere Vereine schicken ihre Vorsitzenden.

Der 41-jährige Gleisbauer Enrico Kasimir ist für seine Frau Oksana und die kleine Tochter nach Welzow gezogen. „Die Mutter meiner Frau wohnt in Welzow“, sagt er. „Ich bin viel auf Montage. Hier ist meine Frau mit unserer Tochter nicht so allein.“ Jetzt erkunden sie die Spielplätze.

Der Liebe wegen hat Carmen Schetelich Dresden verlassen. „Waren Sie jetzt mal in Dresden? Es ist dort stressig geworden. Welzow dagegen ist wie Urlaub“, sagt die 46-Jährige. Als Controllerin fand sie schnell Arbeit in Senftenberg. Kommt sie von der Arbeit mit den vielen Zahlen heim, genieße sie die kleine grüne Stadt. „Ich muss nur mehr Zeit finden, sie zu erkunden.“

Auch Michaela Zoyke aus Hoyerswerda lockte die Liebe nach Welzow. „Ich hatte eine Wohnung, er hat hier ein Haus“, erklärt sie. Enrico Moll, ihr Partner, schmunzelt glücklich und sagt „Sie hat Arbeit im Glaswerk in Drebkau gefunden. Gestern endete ihre Probezeit.“ Begeistert ist Michaela Zoyke von Welzows Frühblüheraktion. Von Birgit Zuchold lässt sie sich zeigen, wo überall am 28. September die 12 000 Blumenzwiebeln gesteckt werden.

Familie Reuß aus Nordhessen interressiert sich für die Feuerwehr und den Verein für Jugendverkehrserziehung. Elke und Alfred Reuß haben nach dem Tod ihres Sohnes nur noch die Tochter. „Sie wohnt in Cottbus und wird nicht nach Hessen zurückkehren. Also haben wir unser Haus verkauft, hier ein Haus gesucht und es in Welzow gefunden“, so Elke Reuß. Feuerwehrfreunde waren sie bereits in Hessen. „Wir können nicht mehr aktiv zu Brandeinsätzen, aber wir finden die ehrenamtliche Arbeit so wichtig, dass wir sie unterstützen“, sagt Alfred Reuß. Auf viele nette Menschen seien sie schon getroffen. Nur ein Baumarkt, der fehle ihnen in Welzow.