| 02:44 Uhr

Zum Lebensretter ausgebildet in nur wenigen Stunden

Auch Inge und Volker Lange kamen zum Aktionstag. Für den langjährigen Spremberger Schwimmmeister war die Reanimation nichts Neues. Einige Male hat Volker Lange es selber getan, um Menschen zu retten. Nun wollte Ehefrau Inge es auch einmal probieren. Dabei wurde sie von Chefärztin Carmen Wolf, Volker Lange, Inge Lange und Oberärztin Ines Jeinsch angeleitet (von links).
Auch Inge und Volker Lange kamen zum Aktionstag. Für den langjährigen Spremberger Schwimmmeister war die Reanimation nichts Neues. Einige Male hat Volker Lange es selber getan, um Menschen zu retten. Nun wollte Ehefrau Inge es auch einmal probieren. Dabei wurde sie von Chefärztin Carmen Wolf, Volker Lange, Inge Lange und Oberärztin Ines Jeinsch angeleitet (von links). FOTO: Detlef Bogott/dbo1
Spremberg. Anlässlich des Weltanästhesietages hatte die Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Krankenhauses Spremberg am Montag zu einem Aktionstag unter dem Motto ,,Ein Leben retten –100 Pro Reanimation" eingeladen. Von 11 bis 15 Uhr erwartete die Besucher eine professionelle Kurzschulung. dbo1

70 Spremberger haben das Reanimationstraining mitgemacht und bekamen auf Wunsch eine Teilnehmerurkunde, die bestätigte, dass sie zum ,,Lebensretter" ausgebildet wurden.

Der Workshop umfasste die Herz-Druck-Massage und die Mund-zu-Mund-Beatmung. ,,Es lohnt sich, seine Fähigkeiten aufzufrischen, denn Reanimation ist einfacher als viele glauben. Jeder kann es!", versicherte Dr. Carmen Wolf. Sie ist Chefärztin der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Spremberger Krankenhauses. Im Übrigen ereigneten sich die meisten Fälle von plötzlichem Herzstillstand zu Hause oder im Freundeskreis, verwies sie auf die Notwendigkeit der Kenntnisse.

Der Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Doch die Helferquote beim Herzstillstand im internationalen Vergleich ist alarmierend gering. Dabei ist die Maßnahme zur Wiederbelebung eines Menschen einfach. Das bestätigten dann auch viele Probanden, nachdem sie es einfach einmal ausprobiert hatten.

Unterstützt wurde Carmen Wolf von Oberärztin Ines Jeinsch und ihrem fünfköpfigen Team von Schwestern und Pflegern. Einen Teil der Notfallausstattung, bestehend aus Reanimationspuppen und Defibrillatoren, stellte eine Medizintechnikfirma aus Leipzig zur Verfügung.