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Zirkusduft liegt in der Luft

Weskow. So einen 50. Geburtstag – wie ihn die kleine Kindertagesstätte in Weskow dieser Tage feiert – hat schon etwas Besonderes. cw slu B.M.

Es gibt Geschenke, und die Gäste fühlen sich schon allein durch die bunte und kuschelige Atmosphäre im Haus allesamt um Jahrzehnte jünger. So konnte die Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier einfach nicht widerstehen. Auf den vom Weskower Jugendklub ganz frisch auf den Asphalt gemalten Hoppse-Kästchen musste sie sich einfach ausprobieren. Und: Es klappte auch noch ganz gut . . .

Der Weskower Ortsvorsteher Andreas Schulze freute sich zur Feier des Tages wie ein Kind, dass er mit seinem Geschenk voll ins Schwarze getroffen hat. Auf seinem Handwagen mit dem schönen Namen Opa-Mobil rollte er eine edelstahlblitzende Feuertonne ins Festzelt. Kita-Leiterin Monika Schrieber war ganz aus dem Häuschen über dieses Geschenk. "Und die Feuerschale hat auch noch genau die richtige Größe: Weniger als ein Quadratmeter Fläche - damit wir nicht jedes Mal eine Genehmigung beantragen müssen . . .", sagte sie schelmisch.

Die neue Förderrichtlinie für die Leader-Region Spree-Neiße-Land ist ja eher eine trockene Angelegenheit. Dennoch kam Simone Schökel vom Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung Luckau bei der Vorstellung im Forster Kreishaus ein Lächeln über die Lippen. Denn es ging um Verwaltungssanktionen aufgrund von Vergabeverstößen. "Prozentsätze der Verstöße werden durch einen Erlass entsprechend Ausmaß, Dauer, Häufigkeit und Schwere (ADHS) festgesetzt", heißt es da. "ADHS ist eine Krankheit, bei uns wird es wohl auch eine", schmunzelte Simone Schökel. ADHS ist die Bezeichnung der Krankheit Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung. "Wir zahlen jedoch lieber Gelder aus als Sanktionen zu verteilen", stellte Simone Schökel noch einmal klar.

Den Duft von Pferden und Heu können sich die Forster derzeit um die Nase wehen lassen. Der Circus Renz ist seit Donnerstag in der Stadt. Er hat auf dem Platz an der Ecke August-Bebel-Straße, Ecke Schwalbenstraße seine Zelte aufgeschlagen. Am heutigen Samstag gibt es um 14 und um 16 Uhr eine Vorstellung, zur Familienvorstellung um 16 Uhr zahlen Erwachsene Kinderpreise. Am Sonntag findet eine Vorstellung um 14 Uhr statt, bevor der Zirkus dann wieder seine Zelte abbaut.

Der in Döbern ansässig gewordene Informatiker Zahi Mashael (Foto) ist eines von sechs Gesichtern der IT-Branche in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg, die der SIBB, Branchenverband der IT-Branche in Berlin und Brandenburg, im weltweiten Datennetz vorstellt. Der aus Israel stammende, erfahrene IT-Unternehmer, der bereits in München und in Haifa unternehmerisch tätig war, steht hier zum Beispiel in einer Reihe mit Dr. Stefan Brunthaler, der mit seiner IT-Firma Dr. Brunthaler Industrielle Informationstechnik GmbH und 25 Mitarbeitern seit 27 Jahren von Berlin aus logistische Geschäftsprozesse seiner Kunden in Industrie, Handel und der Transport- und Logistikbranche steuert.

Auch die aus ZDF-Produktionen wie "Unser Lehrer Dr. Specht" oder "Helicops" bekannte Schauspielerin Doreen Jacobi (Foto) aus Potsdam gehört zu den Gesichtern. Sie gründete 1999 mit zwei weiteren Partnern die Firma Derdack, ein IT-Hersteller, der Unternehmenssoftware für die automatisierte Alarmierung per Sprache, SMS, IM, Email und Push sowie Smartphone Apps zur schnellen, mobilen Störfallreaktion und -behebung entwickelt. Das Potsdamer Unternehmen betreut inzwischen Kunden in über 50 Ländern.

Als eine Art Langzeitstudie können ab Montag Döberner Ansichten des Hobbymalers Eberhard Dunkel (82) betrachtet werden. Der gebürtige Döberner frönt seit 70 Jahren der Aquarell-Malerei und bevorzugt Döberner Sehenswürdigkeiten als Malobjekte. Ab Montag können die Arbeiten in der Seniorenwohnanlage des DRK in Döbern betrachtet werden, darunter die Eichenallee, wie sie einst schön grün im Saft stand. Inzwischen sind einzelne Bäume wegen Krankheiten gefällt worden. Mehr als 100 Bilder mit Ansichten aus Döbern und Umgebung hat Eberhard Dunkel zu Hause und noch immer nicht alles mit Pinsel und Farbe festgehalten, die Döberner dürfen gespannt sein auf neue Motive wie die Hirsch-Apotheke. Das DRK in Döbern ist gerne bereit, Hobbykünstlern regelmäßig einen Rahmen für eine kleine Ausstellung zu geben.