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| 02:46 Uhr

Zahl der Feuereinsätze steigt wieder

Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr fand am Freitag in Spremberg statt.
Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr fand am Freitag in Spremberg statt. FOTO: dbo1
Spremberg. ,,Das Jahr hat unserer Feuerwehr viel abverlangt": Mit diesen Worten beginnt Stadtwehrführer Frank Balkow den Rechenschaftsbericht über die erbrachten Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr Spremberg im Jahr 2016. Detlef Bogott / dbo1

Im Jahr 2016 wurde die Freiwillige Feuerwehr zu 173 Einsätzen im gesamten Stadtgebiet gerufen. Das sind 20 Einsätze weniger als im Jahr 2015. So stehen 71 Brandeinsätze zu Buche.

Im Vorjahr waren es nur 47. Es gab 85 Einsätze zur Technischen Hilfeleistung. Im Jahr 2015 waren es noch 120. Dazu kommen 17 sonstige Einsätze - wie zum Beispiel zwei Notarztfahrten, drei Suizid-Ankündigungen und neun Tragehilfen für den Rettungsdienst. Allein 21 Fehlalarme fallen unter die Rubrik der Brandeinsätze, außerdem mehrere böswillige Alarmierungen.

Der Stadtwehrführer verglich die beiden letzten Jahre und kam zu dem Resultat, dass die Zahl der Einsätze aufgrund von Feuer wieder steigt und der Umfang der technischen Hilfe leicht zurückgeht. Als weitere Aufgabe zur Entlastung des Ehrenamtes hat sich die Stadtwehrführung das Problem der Türnotöffnungen auf die Fahne geschrieben. Mit 25 Einsätzen sei auf diesem Gebiet ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu beobachten, was sorgfältig beobachtet werde.

Auch das Problem der Ölspuren will die Feuerwehr besser in den Griff bekommen und somit die Kameraden entlasten.

Zum Einsatzgeschehen des vergangenen Jahres heißt es in der Statistik, dass 66 Personen gerettet werden konnten. Bei elf Personen konnten die Kameraden und Kameradinnen trotz aller Bemühungen nicht mehr helfen.

Erwähnt wurde auch, dass trotz der vielen Verkehrsunfälle das hydraulische Rettungsgerät nur einmal zum Einsatz kam. Dabei verloren jedoch alle drei Insassen der beiden Fahrzeuge in Folge der schweren Unfälle ihr Leben. Nach einer solchen Kollision am 11. Juli auf der Bundesstraße 97 hatte sich die Feuerwehr dafür entschieden, professionelle Hilfe in Form vom Einsatz-Nachsorge-Team für die Kameraden zu holen. Die Werkfeuerwehr der Lausitz Energie Bergbau AG - damals noch Vattenfall - unterstützte die Spremberger Kameraden ebenfalls. Aber auch andere Unfälle bleiben den Kameraden in Erinnerung: Nicht zu vergessen die beiden schweren Unfälle auf der Bundesstraße 156 am 13. September mit einem Toten und der Unfall am 4. Oktober vergangenen Jahres.

Alles abverlangt wurde den Feuerwehrmännern und Frauen dann am 25. Juni, dem Samstag, als das Unwetter über Spremberg tobte. 63 Kameraden waren an 31 Orten im Einsatz und gaben ihr Bestes an diesem Tag, um die Unwetterschäden so schnell wie möglich zu beseitigen. Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) erlebte das Unwetter während einer Feier und überzeugte sich selbst in der Einsatzzentrale vor Ort. Auch während ihrer Rede am Freitagabend zollte das Stadtoberhaupt den Spremberger Kameraden seine Anerkennung für die geleistete Arbeit an diesem Tag.

Die Personalstärke in den Löschgruppen und Zügen beläuft sich derzeit auf 238 aktive Kameraden. Gern erinnerten sich die Teilnehmer der Veranstaltung am Freitag an das 25-jährige Jubiläum der Spremberger Jugendfeuerwehr im Sommer, das mit der Inbetriebnahme der neuen Drehleiter gefeiert wurde. Die ersten drei Kameraden konnten mittlerweile beim Hersteller eine Einweisung und Schulung absolvieren.

Frank Balkow verwies auch auf die finanzielle Lage der Stadt, die sich eher noch verschärft hat, auch wenn 300 000 Euro für Beschaffung von nötiger Technik ausgegeben wurden. Den größten Anteil, eine Summe von 232 530 Euro, hat dabei der Eigenanteil der neuen Drehleiter verschlungen. Die Restsumme von 270 470 Euro hat das Land Brandenburg übernommen, bei einem Gesamtwert von wiederum 503 000 Euro.

Ungefähr 33 000 Euro kosteten Werterhaltung und Reparaturen der Technik. Mit 10 000 Euro schlugen die Funkmeldeempfänger zu Buche.

Auch in diesem Jahr werden zwei Kameraden den LKW-Führerschein der Klasse C mit finanzieller Unterstützung der Stadtverwaltung erfolgreich ablegen. Eine nicht selbstverständliche Investition, aber eine, die an richtiger Stelle Erfolge bringt. Die Bauarbeiten am Standort in Schwarze Pumpe kosten 92 000 Euro, wie der Stadtwehrführer mitteilt.

Mit bereits vier Einsätzen starteten die Kameraden in das neue Jahr.