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Wohnkosten sind größter Ausgabeposten im Haushalt

WIESBADEN (pm/moe) Mit durchschnittlich 859 Euro im Monat haben die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2015 rund 36 Prozent ihrer Konsumbudgets für den Bereich Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung ausgegeben. Damit waren die Ausgaben für das Wohnen weiterhin der Bereich mit den höchsten Konsumausgaben.

Das hat das Statistische Bundesamt (Destatis) ermittelt. Neuere Zahlen liegen nicht vor.

Hinter den Wohnausgaben lagen im Jahr 2015 die Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren mit 14 Prozent sowie für Verkehr mit 13 Prozent an zweiter und dritter Stelle. Danach folgten mit knapp elf Prozent die Ausgaben für Freizeit, Unterhaltung und Kultur. Die restlichen rund 27 Prozent entfielen auf die Ausgaben für Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen, Innenausstattung, Bekleidung, Gesundheit, Post und Telekommunikation, Bildung sowie andere Waren und Dienstleistungen.

Im Durchschnitt beliefen sich die monatlichen Konsumausgaben eines privaten Haushalts im Jahr 2015 auf 2391 Euro. In Westdeutschland waren es 2499 Euro pro Monat und Haushalt, im Osten 1986 Euro.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg der private Konsum im Jahr 2016 real um 2,0 Prozent. Hierbei geht es um die gesamten Konsumausgaben der Verbraucher. Der Einzelhandel macht - je nach Abgrenzung - etwa 30 Prozent der privaten Konsumausgaben aus. Der Rest sind Dienstleistungen, Reisen, Miete, Gesundheitsdienstleistungen sowie der gesamte Wellness-Bereich.