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Wo das Bürgerhaus zu Grabe getragen wird

Der Sargdeckel geht auf und der alte Archivar (Hilmar Kuschereitz) tritt vor die Trauernden.
Der Sargdeckel geht auf und der alte Archivar (Hilmar Kuschereitz) tritt vor die Trauernden. FOTO: Detlef Bogott/dbo1
Spremberg. Es riecht muffig im Schloss, Dracula erwacht aus der Gruft und Frankenstein zum Leben. Das Hotel Georgen-berg, wird zur Brutstätte für Geister und Gespenster, wenn zum Kanu-Fasching eingeladen wird. dbo1

Benjamin Schorg als Dracula und Christoph Kulisch als Frankenstein führen erstmals durch das Programm des Kanufaschings. Fledermäuse schwingen ihre lautlosen Flügel nicht nur im Saal, auch im Spremberger Windpark sind sie zu Hause. Auch drei Zaubertrolle sind ausgezogen, das Fürchten zu lernen. Tollpatsch-Trollo Jens-Uwe hat den Ausflug weniger sanft erlebt. Er knallte voll gegen ein Windrad. Mit viel Schabernack necken sie das Publikum.

Dann debattieren der schlaue und gewissenhafte Trolli Ingo und die unwissende Trolla Mona mit Tollpatsch-Troll über die Gegend, wo Vattenfall einst viele Schätze aus der Erde holte. Im Schlossverlies werden wenig später Frankensteins Urenkel gefunden. Donald Trump (Mike Töpfer) erscheint aus der aufgeschweißten Gruft und Wladimir Putin (Milton Witkowski) gesellt sich dazu. Dann trägt eine Trauergesellschaft das Spremberger Bürgerhaus zu Grabe. Mahnende Worte vom alten Archivar (Hilmar Kuschereitz) und dem Bischhof (Sven Kadach) folgen. Nur ein Werwolf (Markus Kossatz) unterbricht mit einem Knochen im Maul die Trauerszenerie.

Später wird auf dem Hexenplatz Oberhexe Mandy (u.a. Veronika Zimmermann und Beate Kadach) in Anwesenheit des Teufels samt Großmutter dem Hexennachwuchs das Hexeneinmaleins lehren, während auf dem Schlossboden Sultan Dschinini und seine Geistergehilfen (u.a. Per Kadach, Carsten Zimmermann) dem Flaschengeist ihre Wünsche entlocken. Aber nicht nur gruselig, auch sportlich ging es zu beim Fasching der Kanuten. Die Sportler der SG Einheit als Ghostbusters präsentierten akrobatisch-turnerische Vorführungen, die so halsbrecherisch waren, dass den Gästen der letzte Blutstropfen gefror. Die 80 Akteure boten ein gewohnt sehenswertes Programm.