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| 02:41 Uhr

Wirtschaftsförderer in Spremberg benennt neuen Chef

Führungswechsel bei der ASG Spremberg: Roland Peine (links) löst Gerhard Hänel ab.
Führungswechsel bei der ASG Spremberg: Roland Peine (links) löst Gerhard Hänel ab. FOTO: Jörg Tudyka
Spremberg. Seit dem 1. Januar bekleidet Roland Peine die Funktion des Geschäftsführers der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft ASG im Industriepark Schwarze Pumpe. René Wappler

Damit löst er Gerhard Hänel an der Spitze des Unternehmens ab, der nach 19 Jahren in den Ruhestand geht. Nach Auskunft der Pressestelle wird Gerhard Hänel der ASG allerdings "weiterhin beratend zur Seite stehen".

Roland Peine arbeitet seit dem Jahr 2003 bei der ASG, die damals noch den offiziellen Namen "Altstadtsanierungs-Gesellschaft" trug. Bislang war er Projektleiter für technische Betriebsführung. Nach eigenem Bekunden will er die Strategie seines Vorgängers konsequent weiter verfolgen. Bei einem Empfang zu seinem Abschied erklärte Gerhard Hänel, es könne nur einen "Strukturwandel mit der Kohle" geben, nicht aber "nach der Kohle".

Diesen Grundsatz hatte der scheidende Geschäftsführer der ASG bereits im November in einem Gespräch mit den Spremberger Stadtverordneten betont. Das "Abschalten ganzer Regionen" im Rahmen der Energiewende bezeichnete Gerhard Hänel als "dilettantisch und stümperhaft". Ein Verzicht auf den Umsatz von Kohlenstoff sei nahezu unmöglich: "Dann sterben wir den Kältetod." Zudem gab er mit Blick auf den wirtschaftlichen Umbruch in der Region zu bedenken: "Das Land wird nicht vorgeben, was man tun soll." So gelte die Lausitz nur als "ein Teil" des Bundeslandes. Vielmehr müssten die Stadtverordneten selbst festlegen, welche Ziele sie gemeinsam mit der Gemeinde Spreetal verfolgen wollen.

Gerhard Hänel sieht die ASG in der "glücklichen Lage", neben Dienstleistungen auch Aufgaben der Wirtschaftsförderung bei einem Arbeitsanteil von 30 bis 35 Prozent zu übernehmen. Für die Spremberger Region sieht er das Werben um Fachkräfte als eine Herausforderung, aber auch das Ansiedeln weiterer Unternehmen, das Standort-Marketing und die Entwicklung der Infrastruktur. Die BASF und der Industriepark Schwarze Pumpe spielen nach seinen Worten in der Region eine tragende Rolle - verbunden mit dem Auftrag, eine "Führungsfunktion" zu übernehmen.