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| 17:00 Uhr

Tschernitz
Wechsel in der Glasmanufaktur

Die neue Doppelspitze der GMB Glasmanufaktur Brandenburg: Volkmar Wenger (l.) und Torsten Schroeter.
Die neue Doppelspitze der GMB Glasmanufaktur Brandenburg: Volkmar Wenger (l.) und Torsten Schroeter. FOTO: Annett Igel-Allzeit / LR
Tschernitz. Torsten Schroeter und Volkmar Wenger bilden die neue Doppelspitze. Annett Igel-Allzeit

. Die GMB Glasmanufaktur Brandenburg GmbH hat eine neue Doppelspitze. Nach der Verabschiedung des bisherigen Geschäftsführers Uwe Wehder haben Torsten Schroeter und Volkmar Wenger die Leitung übernommen. „Unter Uwe Wehder konnte sich die GMB zum Qualitätsführer in der Herstellung und Veredlung von Strukturglas auf dem europäischen Markt entwickeln. Das wollen wir mit Kundenblick und Stetigkeit weiterführen“, so Schroeter.

Seit 22 Jahren arbeitet der Diplom­ingenieur am Standort in Tschernitz und war bereits beim Vorgängerunternehmen Samsung Corning Führungskraft. Seit zehn Jahren ist der 50-Jährige für die GMB tätig und war zuletzt stellvertretender Geschäftsführer an der Seite Wehders.

Volkmar Wenger kam im September 2017 neu in die Geschäftsleitung und ist einer der Rückkehrer in die Lausitz. „Ich bin in einem Dorf bei Drebkau aufgewachsen und froh, dass sich in diesem Jahr beruflich die Möglichkeit ergab, in die Heimat zurückzukehren. Meine Familie, meine Freunde  leben hier, auch in dieser Landschaft fühle ich mich wohler“, so der 49-Jährige.

285 Mitarbeiter hat die GMB in Tschernitz. Und es soll im Jahr 2018 weitere Einstellungen geben, sagt Volkmar Wenger. „Es ist nicht mehr so einfach, hier Fachkräfte zu finden“, so Wenger. „Deshalb bilden wir zunehmend aus“, sagt Torsten Schroeter. Derzeit werden fünf Auszubildende – darunter auch eine junge Frau – in der Glasmanufaktur in Tschernitz zu Mechatronikern und Elektronikern für Betriebstechnik ausgebildet. „Um uns den weiteren Fachkräftebedarf zu sichern, haben wir inzwischen auch einen guten Kontakt zur BTU Cottbus-Senftenberg und zur TU Bergakademie Freiberg aufgebaut“, so Volkmar Wenger. „Die Zusammenarbeit reicht von Fach- und Abschlussarbeiten, bei denen wir die Studenten begleiten, bis zu Praktika“, erklärt er. „Wir können Themen, die wir untersucht haben möchten, an die Universitäten  geben. Dort wird geschaut, in welchen Studienbereich sie passen, ob sie Stoff für eine Semesterarbeit oder gar für eine Masterarbeit sind.“ Es geht zum Beispiel um Lichtdurchlässigkeit, aber auch um Automatisierung und Robotertechnik. Am Familientag zum zehnjährigen Bestehen der GMB hatten die Roboter auf der Verpackungsstrecke beeindruckt. Es werde auch im Jahr 2018 wieder einen Tag der offenen Tür geben, verspricht Schroe­ter, „den Termin müssen wir noch finden“.

Die GMB Glasmanufaktur Brandenburg ist ein Produktionsstandort der Interfloat-Gruppe. Die Liechtensteiner Muttergruppe griff 2007 zu, als Samsung den Tschernitzer Standort aufgab. Einen Namen konnte sich die GMB zunächst mit ihrem Glas in der Solar-Industrie erarbeiten. Im Jahr 2016 wurden sie mit dem European Solar Prize ausgezeichnet. Aber auch der Markt für Gewächshausglas wächst, so Torsten Schroeter. Je nach Pflanzenart können Spezialgläser gezielt das Wachstum und somit den Ertrag steigern. Unterschiedliche Lichtstreuwerte schaffen das.

Während Schroeter die technische Geschäftsführung übernommen hat, bringt sich Wenger als kaufmännischer Geschäftsführer ein. Erfahrungen als kaufmännischer Leiter eines international tätigen Konzerns hat er.