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| 14:48 Uhr

Lausitzer Kreative treffen sich
Entspannt netzwerken

Die Veranstaltungsreihe „Kumm ocke“ macht aktives Netzwerken unter Lausitzern möglich.
Die Veranstaltungsreihe „Kumm ocke“ macht aktives Netzwerken unter Lausitzern möglich. FOTO: Medienagentur Chairlines
Spremberg. „Kumm ocke“ wandert durch die Lausitz, um junge kreative Macher zusammenzubringen.

Lausitzer Macher erzählen jeden dritten Donnerstag im Monat an einem anderen Ort. Am Donnerstagabend fand das  zweite Netzwerktreffen „Kumm ocke“ in Spremberg statt. Die Medienagentur Chairlines von Andreas Thormann hatte eine Popup-Lounge in den angrenzenden Räumlichkeiten installiert.  In lockerer und entspannter Atmosphäre konnten die rund 30 Besucher der Veranstaltung zunächst den Erfahrungen der beiden Vortragenden lauschen.

Als Erstes stellte sich Andreas Thormann selbst vor: Der gebürtige Spremberger war schon immer kreativ. Nach einer erfolgreichen Ausbildung zum Mediengestalter fehlten in der Heimat jedoch die Perspektiven? Für den jungen Familienvater war „Gehen“ damals keine Option und so gründete er 2003 mit Knut Burmeister sein eigenes Unternehmen – die Chairlines Medienagentur. Anhand von Bildern zeigte er den Interessierten seinen Gründungsort – der heute neudeutsch auch als  „Co-Working-Space“ bezeichnet wird – im damaligen Arbeiterwohnheim direkt am Markt.  „Mit einem Raum und drei Rechnerplätzen haben wir damals begonnen.“ Seitdem ist die Agentur stetig gewachsen und betreut als Kreativagentur mittlerweile Firmen, Institute, Verbände, Start-ups und öffentliche Einrichtungen in der Lausitz. Inzwischen besteht das Team aus sieben kreativen Köpfen. „Klein, aber oho“, nennt Thormann seine Agentur.

Auch Sandy Hebel die zweite Vortragende an diesem Abend, hat eine Agentur gegründet. In der Nähe von Löbau betreibt sie erfolgreich ihre Agentur „Ankerevents“, die neben Veranstaltungen, Workshops und Festen auch GPS-geführte Touren  zur Erkundung der reichen Industriegeschichte der Lausitz organisiert. Mit einem sehr persönlichen und reiseberichtähnlichen Vortrag zeigte sie den Besuchern ihren  Weg zurück in die Lausitz und zur Eventmanagerin. Anders als bei Andreas Thormann zog es sie an andere Orte: Ihrem Studium für Ökologie und Umweltschutz in Zittau, folgte eine Ausbildung zur Erlebnispädagogin am  Schweriner See, dann arbeite sie als Eventmangagerin in Thüringen. Am Ende kehrte sie in die Oberlausitz zurück und fühlt sich derzeit glücklich.

„Wir wollen bewusst die unterschiedlichsten Lausitzer Macher erzählen lassen“, erklärt Frank Müller von der Zukunftswerkstatt Lausitz. Ziel ist es, Macher erzählen zu lassen, sich gemeinsam auszutauschen und gemeinsam zu netzwerken. „Vielleicht ergeben sich Synergien. Oder anderen Kreativen wird Mut gemacht, zu gründen“, meint Müller.

So beteiligt sich nicht nur die Zukunftswerkstatt Lausitz an dem Netzwerktreffen. Auch „Kreatives Sachsen“ als Fördereinrichtung für Kultur- und Kreativschaffende, das Gründernetzwerk „Neugeister“ oder das junge Unternehmer-Netzwerk „Neopreneurs“ unterstützen das Format.

Die Verantwortung denen zu übertragen, die direkt von der wirtschaftlichen Entwicklung dieser Region abhängen, macht dieses Netzwerk zu einem von allen Beteiligten gewollten Nutzwerk.

(ang)