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| 21:30 Uhr

Spremberg
Eine besondere Möbelschmiede, die kaum jemand kennt

 Daniel Glaser, Robert Neumann und  Michael Murk präsentieren einige der besonderen Möbelstücke, die aus den Behindertenwerkstätten Spremberg kommen. 
Daniel Glaser, Robert Neumann und  Michael Murk präsentieren einige der besonderen Möbelstücke, die aus den Behindertenwerkstätten Spremberg kommen.  FOTO: Martina Arlt
Spremberg. In einem Teil der Behindertenwerkstätten Spremberg entstehen ausgefallene Einzelstücke in einem kreativen Design.

Bis April 2018 waren in den Gebäuden des Zentrum für Arbeits- und Berufsförderung (ZAB)“ am Dianaweg der Berufsbildungsbereich und ein Teil des Arbeitsbereiches für Menschen mit einer seelischen Beeinträchtigung beschäftigt. Im Mai 2018 erfolgte dann die fachliche Trennung von geistig behinderter Klientel und Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung. „Bei der seelisch beeinträchtigten Klientel ist die Tendenz der Zugänge weiterhin steigend“, sagt Werkstattleiter Eric Höhna.

Derzeit machen dort zwölf Teilnehmer eine berufliche Rehabilitation. Zudem arbeiten 50 Beschäftigte im Arbeitsbereich auf Arbeitsplätzen in der Fertigung, Produktion und Dienstleistung. Das Angebot erstreckt sich dabei auf vielfältige Arbeitsangebote wie zum Beispiel Montagetätigkeiten, Metallverarbeitung, Dienstleistungen im Bereich der Garten- und Landschaftspflege, Wäschekennzeichnung, Küche und Reinigung sowie auch in der Druckweiterverarbeitung, in der neben den gewerblichen Kundenaufträgen auch vielerlei private Kundenwünsche wie  Glückwunschkarten, Einladungen oder Festzeitschriften erfüllt werden.

In Vorbereitung der Erweiterung der Wäscherei entstand die Idee, den neu geplanten Ladenbereich mit eigens kreierten Möbelstücken auszustatten. Die Idee entstand, einen neuen Bereich aufzubauen, der seit Anfang des Jahres  unter Mitwirkung der dortigen Fachkraft,  Robert Neumann, ins Leben gerufen wurde, sagte Daniel Glaser, Leiter der Betriebsstätten. Zusammen mit weiteren Beschäftigten der Betriebsstätte des ZAB, wie dem gelernten Tischler  Michael Murk,  entstanden für den Wäschereiladen in der Friedrichstraße erste Produkte, unter anderem ein neuer Tresen für die Wäscheannahme, ausgefallene Sitzgelegenheiten und Regalsysteme. Auch die Beleuchtung wurde dem Industriecharakter angepasst. Dafür wurden unterschiedliche Materialien wie Holz in Form alter Gerüstbohlen, Stahl und alte Fässer verwendet. „Viel experimentiert wurde dabei auch mit Farben und Epoxidharz. Selbst bei der farbigen Fußbodengestaltung wurden der Kreativität keine Grenzen gesetzt“, erklärt Glaser. „Im Rahmen der arbeitsbegleitenden Maßnahmen konnten die Beschäftigten auch hier kreativ mitwirken und mit den unterschiedlichsten Farben experimentieren.“

Die Resonanz der Ladenkunden ist durchweg positiv. „Diese Einzelstücke können je nach Wunsch im individuellen Design auch für interessierte Kundschaft angefertigt werden“, bekräftigt Glaser.

 Daniel Glaser, Robert Neumann und  Michael Murk präsentieren einige der besonderen Möbelstücke, die aus den Behindertenwerkstätten Spremberg kommen. 
Daniel Glaser, Robert Neumann und  Michael Murk präsentieren einige der besonderen Möbelstücke, die aus den Behindertenwerkstätten Spremberg kommen.  FOTO: Martina Arlt