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| 02:34 Uhr

"Wir möchten etwas anders sein"

Christin Noack-Kneffel mit ihrem Mann Martin auf ihrem Ferdinandshof in Reuthen.
Christin Noack-Kneffel mit ihrem Mann Martin auf ihrem Ferdinandshof in Reuthen. FOTO: Martina Arlt/mat1
Reuthen. Christin Noack-Kneffel und ihr Ehemann Martin aus Wadelsdorf haben sich für das neue Jahr viel vorgenommen. Für einen besonderen Höhepunkt in ihrem Leben sorgten sie bereits in diesem Jahr. Sie gaben sich das Ja-Wort. Martina Arlt / mat1

Christin aus Bagenz und Martin aus Hornow lernten sich vor fünf Jahren kennen. Ein kleiner Schafbock "war Schuld", dass es zwischen dem Paar funkte. "Damals las ich den Bericht von Christin, die mit ihren Schafen in der Zeitung abgebildet war. Für meine Schafzucht suchte ich noch einen Schafbock und dachte mir, ich fahre nach Reuthen zum Reiterhof. So fing alles an und heute sind wir verheiratet", erzählt Martin Noack (27), der in der Landwirtschaft seines Vaters Rainer Noack in Hornow arbeitet.

Pferdewirtschaftsmeisterin Christin Noack-Kneffel (31) kann sich ein Leben ohne Tiere nicht vorstellen. Sie absolvierte viele Ausbildungen auf diesem Gebiet, war auch ein halbes Jahr auf einem Hof in Bremen tätig. Doch die junge Bagenzerin merkte schon bald, das ist nicht ihr Leben.

Kurzerhand entschied sie sich, wieder in ihre Heimat zurückzukehren. 2011 übernahm sie den Reiterhof in Reuthen, der viele kleine und große Pferdefreunde anzog. Doch ab dem morgigen 1. Januar soll nun der Reit- und Fahrstall in Reuthen zum "Ferdinandshof" umbenannt werden. Dafür hat Christin Noack-Kneffel auch eine genaue Begründung: "Der Ursprung dafür ist mein Opa. Er war der größte Bauer in Bagenz und dieser Name soll nun an meinen Opa erinnern."

Doch auch auf dem Hof soll sich insgesamt das Konzept verändern. "Unser Spezialgebiet sind schon die Pferde. Doch der Hof soll vielseitiger werden und sich von den anderen Höfen unterscheiden und abheben. Es sollen noch andere Tierarten beheimatet werden - Kaninchen, Schafe, Hühner", sagt die Hofchefin.

Auch Rinder der Rasse "Charolais" sollen künftig zur großen Tierfamilie gehören. Noch ein weiteres tierisches Highlight haben Christin und Martin für das neue Jahr in petto: Derzeit ist ein mobiler Hühnerstall im Bau. Dieses Gefährt soll an verschiedenen Standorten auf eigenem Grünland Station machen. So können sie sich vorstellen, dass 250 Hühner in diesem mobilen Stall Platz finden.

"Da die Hühner dann immer frisches Grünfutter vorfinden, wird sich dieser Aspekt sehr positiv auf die Eierqualität auswirken. Die Eier sollen dann vermarktet werden", sagt Christin Noack-Kneffel.

Auch der Reuthener Verein gründete sich neu und heißt "Ländliches Reiten und Fahren - Ferdinandshof e. V.". Diesem Verein gehören derzeit 18 Mitglieder an und gern können sich neue Reitfreunde in Reuthen dazugesellen.

Inzwischen hat sich auf dem Reuthener Hof eine große Reiterfamilie von circa 80 Pferdefreunden angesiedelt. Ob Western-, Dressur- oder Freizeitreiter, jeder Pferdefreund ist auf dem Ferdinandshof willkommen. "Wir sind für alle Pferderassen offen. Auch das Alter der Reiter spielt keine Rolle. Gern nutzen die ganz Kleinen unsere Krümelreitstunden. Kommen Fragen zum Reitsport, geben wir gern unseren Besuchern eine fachmännische Antwort. Wir möchten einfach etwas anders sein. So wurde jeder Pferde-Besitzer in diesen Tagen mit einem Adventskalender überrascht - kleine Dinge, die zum Wohlfühlen in der Gemeinschaft beitragen", sagt sie. Gern nehmen die Reitschüler auch die Herausforderung an und starten zu Reitertagen in Spremberg, Klein Partwitz, Krieschow oder Maust.

Wer sich den "Ferdinandshof" in Reuthen einmal näher anschauen möchte, hat dazu am 28. Mai zum Hoffest und Tag der offenen Stalltür beste Gelegenheit.

Im September starten die Reuthener wieder einen Wanderritt, diesmal in die Tagebauregion. Anmeldungen für Reitferien im Sommer 2016 sind jetzt auch schon möglich.