Das Tauwetter in Spremberg in dieser Woche lässt nun auch die letzten Schneemänner zusammenfallen und zerfließen. Dass in diesen Winter mehr Schneemänner gebaut wurden, als in den vergangenen Jahren, ist nicht nur dem üppigeren Schnee zu verdanken, sondern auch der Corona-Pandemie. Schneemann-Bauen war eine willkommene Abwechslung, ohne dass sich weit von der Wohnung entfernt werden musste. Der Schnee war schwer, aber einmal zur Kugel geformt, sehr beständig. In der Stadt und in den Ortsteilen standen in den Vorgärten, auf den Wiesen, an Wegrändern und auf Höfen plötzlich Schneemänner, Schneefrauen, ganz Schneefamilien und Schneehöhlen. Mit Augen aus Kohle, Kastanien und Eicheln, Möhren-, Tannenzapfen- und Stocknasen. Mit Schal, Mütze, Topf, farbenfrohen Damenhüten, grünen Borsten und wilden Mähnen.

Der Schneemann mit der Maske

Anfang Januar hatten Lenks im Schlehenweg ihren großen Schneemann gebaut. „Die Kinder im weiteren Umfeld und natürlich auch wir selbst hatten viel Freude an dem kalten Gesellen“, schreibt Lutz Lenk. Mit Neuschnee war der Kerl immer wieder gepflegt und in Form gebracht worden.

Lübbenau

Die Familie Grüneberg konnte beim Bauen die Corona-Krise nicht ganz vergessen. „Schneemänner sollten jetzt Maske tragen“, schreibt Monika Grüneberg. Über die schöne Möhre haben sie den Schutz allerdings nicht gezogen. Das war unnötig nach einer eingehenden Inspizierung des Wurzelgemüses: Durch eine Möhre lässt sich einfach nicht ein- und ausatmen.