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| 16:38 Uhr

Spremberg
Naturschützer lehnt Spremberger Medaille ab

Spremberg. (ani) Wieland Böttger, Vorsitzender des Spremberger Regionalverbandes des Naturschutzbundes (Nabu) Deutschland, lehnt die Ehrenmedaille der Stadt Spremberg ab. Die Fraktion „Die Linke“ hatte ihn vorgeschlagen.

In einem Schreiben an Bürgermeisterin Christine Herntier und Stadtverordnetenvorsteherin Elke Franke bittet er darum, die Auszeichnung nicht umzusetzen. „Ich habe ja nicht geschafft, was ich erreichen wollte“, erklärt er der RUNDSCHAU. Was er schaffen wollte? Dass Naturschutz eine größere Rolle für Stadtverordnete und in den Verwaltungen spielt. „In die konzeptionelle Arbeit zur Gestaltung unserer Stadt werden wir Natur- und Umweltschützer nach wie vor nicht einbezogen“, so Wieland Böttgers Erfahrung. Ausdruck der geringen Wertschätzung sei der jüngste Arbeitsbesuch des Spremberger Bauausschusses in der Naturschutzstation des Nabu gewesen. „Der Ausschuss hatte sich mit 13 Personen angemeldet, drei Abgeordnete kamen“, erzählt er, „zuvor hatte uns der Landkreis Bautzen mit 33 Vertretern aus drei Fachabteilungen besucht. Die Sachsen sind sehr interessiert daran, das gelungene und ökologisch wertvolle Ergebnis in den Spremberger Kuthen mit unserer Hilfe bis ins sächsische Neustadt zu entwickeln.“ Über Jahre habe er in der Stadtverwaltung wie in der Kreisverwaltung angeregt, dass der Natur- und Umweltschutz Faktor einer langfristigen Gebietsentwicklung wird. Vergeblich.

Wieland Böttger versichert, dass er sich weiter um Artenschutz und Umweltbildung kümmert. Und mit dem Regionalverband unterstütze er weiter die Ortsbeiräte der Stadt – ob sie Fledermäusen und Schwalben helfen, Blumenwiesen sichern oder einen Biotop retten wollen.