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| 17:45 Uhr

Selbst gemacht
Wie ein Draht zu einem Schmuckstück wird

Philipp Feistauer (rechts) präsentiert die angefertigten Broschen oder Fibeln genann, wie sie von Denise Füßlein und Dagmar Sturm (hinten) angefertigt wurden.
Philipp Feistauer (rechts) präsentiert die angefertigten Broschen oder Fibeln genann, wie sie von Denise Füßlein und Dagmar Sturm (hinten) angefertigt wurden. FOTO: Arlt Martina
Welzow. Fibeln waren über Jahrtausende die Vorläufer der Knöpfe – und konnten was hermachen.

Einen Workshop besonderer Art gab es in diesen Tagen im Archäotechnischen Zentrum (ATZ) in Welzow. „Wir machen uns schön“ – Mode-Accessoires als Hingucker, lautete das Motto. Dabei probierten sich die Teilnehmer beim Herstellen von Fibeln als Gewandschließnadel oder Brosche mithilfe von Schmuckdraht sowie farbigen Holzperlen aus. Dabei erhielten sie einen Einblick in diese uralte Handwerkstechnik.

In der Archäologie heißt die Fibel übersetzt Scharnier. Eine Fibel ist eine metallene Spange, Schnalle, Heftnadel, auch Schließe genannt. Im Prinzip eine Sicherheitsnadel, die bereits in der Bronzezeit bekannt war und bis ins Hochmittelalter verwendet wurde. Mit Fibeln wurden Umhänge und Mäntel zusammengehalten. Neben der praktischen Funktion dienten sie als Schmuck, heute vergleichbar  einer Brosche. Mit dem Aufkommen des Knopfes kamen sie ganz aus der Mode. „Die Fibeln können aus Messing-, Kupfer- und Eisendraht angefertigt werden. Heute probierten wir eine zweiteilige Bügelfibel aus“, so Füßlein. Dabei wurde der dicke Draht geschmiedet und die Feder entstand aus einem Draht. Es sind kleine Kunstwerke, wenn sie dann auch noch mit Holzperlen verziert sind.

Ein Workshop „Bronzeguss“ findet am 8. und 9. September von 10 bis 18 Uhr im ATZ Welzow statt (nur mit Anmeldung, Telefon 035751 28224, E-Mail: info@atz-welzow.de).

(mat)