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Wetter gut, Technik gut, Film gut

Sophia Wetzke (links) und Jan Siegel (rechts) gaben den Zuschauern der Auftaktveranstaltung im Gespräch mit Holger Bergmann (2. von links) und Erik Schiesko einen Einblick in die Arbeit von jungen Filmemachern und welche Hürden sie zu überwinden haben.
Sophia Wetzke (links) und Jan Siegel (rechts) gaben den Zuschauern der Auftaktveranstaltung im Gespräch mit Holger Bergmann (2. von links) und Erik Schiesko einen Einblick in die Arbeit von jungen Filmemachern und welche Hürden sie zu überwinden haben. FOTO: Anja Guhlan
Spremberg. Jan Siegel von der RUNDSCHAU und Sophia Wetzke von Radioeins haben in Gesprächen mit Andreas Köfer und Nachwuchsregisseurin Alexandra Gafke nicht nur das Publikum vor Ort auf die Filmnächte eingestimmt, sondern auch die Hörer des Radiosenders. Anja Guhlan

Ein Thema war die Spremberger Filmschule, die nach mittlerweile zwei Filmschul-Jahrgängen auf solide Beine gestellt werden soll. Dazu sucht die Filmschule eine größere Halle für ein festes Filmstudio und weitere Unterstützer. Der Cottbuser Kameramann Donald Saischowa erzählte von der Lausitz als Filmgegend, die spannende Kulissen biete. Und Kinoleiterin Heidi Fischer vom Cottbuser Obenkino gab Einblicke, wie und welche Filme für das Kinoprogramm ausgewählt werden. Zum Abschluss führten die Filmemacher Holger Bergmann und Erik Schiesko auf, wie auch andere sich dem Geschäft des Filmens zuwenden könnten. Da gebe es nämlich mehrere Möglichkeiten wie Filmwettbewerbe, Praktika, Filmhochschulen, Filmschulen oder organisierte Filmgruppen. Für Besucher wie Fridrun Barchmann aus Spremberg war es eine spannende Gesprächsrunde. "Mir haben besonders die Erzählungen der jüngeren Filmschaffenden gefallen. Es ist interessant was sie auf die Beine stellen und vor allem wie."

Im Anschluss brachten Maik Schuppan und sein Kollege als Unteroffiziere das Publikum in Stimmung auf den ersten Film der Filmnächte. Forsch-fordernd verlangten sie von Besucher die Ausweise zu sehen, gaben Hinweise zum Benehmen oder nahmen kurzerhand Besucher wegen aufmüpfiger Kommentare mit. So erwischte es auch den Besucher Jürgen Rehnus, der das Spielchen mitspielte. "Wenn so ein Walkact das Publikum in Stimmung bringt, ist das toll", sagte der 61-Jährige, der zum ersten Mal die Filmnächte besucht. Der Kolkwitzer, der zu den Bunkerfreunden gehört, die sich um den dortigen ehemaligen Luftverteidigungsgefechtsstand kümmern, freute sich s auf die Agenten-Komödie.

Als endlich der Film "Kundschafter des Friedens" begann, war die Stimmung gut. Der Film zeigte gealterte Top-Spione der DDR, die für eine heikle Mission vom BND noch mal akquiriert werden. "Der Film war wirklich lustig und sorgte für ordentlich Lacher. Die alten Schauspieler waren zudem überzeugend. Für eine deutsche Produktion ein überraschend guter Film", urteilte Gabriele Schröter aus Spremberg. Auch Maik Buder aus Spremberg zeigt sich begeistert: "Der Film war klasse. Er hatte Spaß und Witz, Spannung und ist für jede Generation gemacht", lautete das Fazit des 36-Jährigen. Auch Fridrun Barchmann (70) fand den Film wunderbar: "Es ist kein Klamaukfilm. Eine Komödie mit dennoch ernstem Thema, die gut in Szene gesetzt wurde."

Silvio Teschner von der Spremberger Filmnächte GbR als Veranstalter zeigte sich mit dem Auftakt der Filmnächte zufrieden. "Das Wetter war gut. Mit der neuen Technik hat alles geklappt. Auch der Film kam bei den Besuchern an", bilanzierte Teschner. "Ohne die Sponsoren und Unterstützer wären aber die Filmnächte in der Form nicht mehr möglich."

Das weitere Programm
Am Freitag wird nach langer Zeit mit "La La Land" ein Tanz- und Musikfilm gezeigt. Vor dem Film wird eine Showtanzgruppe das Publikum auf den Film einstimmen. Am Samstag beim großen Familienkino mit dem Animationsfilm "Vaiana" können sich die Besucher im Vorfeld auf einen fantasievollen Kostümwettbewerb freuen. Am letzten Filmabend am Sonntag wird erneut die "Europe Outdoor Film Tour" sieben sportliche Abenteuer-Dokumentationen zeigen. Einlass jeweils ab 19 Uhr.