Lesen auf hohem Niveau attestierte Moderator Horst Schmöche den Teilnehmern des 18. Vorlesewettbewerbs. 15 Sechstklässler waren als Sieger aus 15 Schulen gekommen – so viel wie noch nie. Denn dieses Mal waren auch Schulen aus Grano, Kolkwitz und Burg vertreten. Jeder Teilnehmer hatte sein eigenes Buch im Gepäck, aus dem einige Passagen vorgelesen wurden.

Pubertätsroman als Pflicht-Teil im Wettbewerb

Als zweite Aufgabe mussten die jugendlichen Vorleser dem Publikum einen unbekannten Texte vorstellen. Dafür hatte die Spremberger Bibliotheksmitarbeiterin Stefanie Klug „Wie man 13 wird und überlebt“ von Pete Johnson aus dem Bücherregal geholt; ein witziger Roman über pubertierende Vampire.

Am Ende des langen Lesenachmittags hatte es die Jury schwer. Ihr gehörten neben der Vorjahressiegerin Amelie Seiring auch Ilona Schulz, Anita Schreiber, Elfriede Teschner, Marina Bonkaß, Henrik Vogel und Kerstin Promnitz an.

Die beste Vorleserin kommt von der Grundschule Grano

Es siegte Erika-Marit Hoffmann, die zu diesem Wettbewerb von ihrer Deutschlehrerin Birgit Roßdeutscher begleitet wurde. Die Zwölfjährige kommt aus Bärenklau und besucht die Grundschule in Grano. Sie las sehr stimmungsvoll und hatte kaum Lesefehler. Das waren die ausschlaggebenden Punkte. Ihre Kür war das Vorlesen aus dem Buch „Mein Leben voller Feenstaub und Konfetti“.

Erika-Marit Hoffmann von der Grundschule Grano (bei Guben) ging als Siegerin beim 18. Vorlesewettbewerb in der Kreisbibliothek in Spremberg hervor.
© Foto: Martina Arlt

Die Vorlesesiegerin liebt lustige Bücher, da sie sich leichter lesen lassen und ihr selbst mehr Spaß machen. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich heute als Sieger hervorgehe“, räumte sie ein. „Meine Bücher leihe ich mir regelmäßig in der Bibliothek in Guben aus, meist einmal monatlich.“ Am liebsten lese sie am Wochenende. Lesen bilde ungemein, und ein Buch lasse Raum für Fantasie, davon ist Erika-Marit Hoffmann überzeugt. Nun ist sie für den Bezirksentscheid nominiert, der noch im Frühjahr in Senftenberg stattfindet.

Aber auch Charlotte Mahling (11) aus dem Erwin-Strittmatter-Gymnasium Spremberg war mit großem Eifer dabei. „Ich lese fast täglich und gehe mir jede zweite Woche zwei Bücher in der Bibliothek holen. Ich stöbere gern in den Fantasy-Büchern“, erzählt Charlotte Mahling. Sie mag aber auch Tiere sehr, und so wählte sie für den Wettbewerb das Buch: „Ein Bär namens Paddington“.

Die meisten besten Vorleser kommen aus Spremberg

Die Schulsieger kamen vor allem aus Spremberg, aber auch aus Guben, Grano, Peitz, Kolkwitz, Drebkau, Burg, Welzow, Döbern und Laubsdorf.

Ziel dieses Wettbewerbes ist es, die Leselust zu wecken und die Lesekompetenz von Kindern zu stärken. Dabei gibt es immer nur einen Sieger; alle anderen Teilnehmer belegen den zweiten Platz.