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Wettbewerb für Firmen beginnt

Spremberg. Mit einem erneuerten Fragekatalog für die Bewerber beginnt der Wettbewerb "Familienfreundliche Unternehmen" in Spremberg. Wie Sandra Krautz vom Wirtschaftsförderer ASG mitteilt, können sich die Firmen unter anderem dazu äußern, inwiefern sie Pflegenden den Wiedereinstieg in den Beruf erleichtern. René Wappler

Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) erläutert: "Familienfreundlichkeit im Arbeitsalltag wird beim Werben um Fachkräfte immer wichtiger." So habe die Abwanderung in den vergangenen Jahrzehnten tiefe Breschen geschlagen.

Der Wettbewerb gibt deshalb Unternehmern im Falle einer Auszeichnung die Chance, auf eigene Stärken hinzuweisen: Das erklärt die Gleichstellungsbeauftragte im Rathaus, Christina Bieder. "Auch bei Förderprogrammen wird regelmäßig abgefragt, wie familienfreundlich die Unternehmen sind", sagt sie. "In unserer Auszeichnung ist ein Logo enthalten, mit dem sie für sich werben können."

Am Wettbewerb beteiligen sich stets 20 bis 30 Firmen aus der Spremberger Region. Er wurde im Jahr 2007 ins Leben gerufen. Nach Angaben der Bürgermeisterin ist das Interesse der Unternehmer an einer Teilnahme in jüngster Vergangenheit deutlich gestiegen.

Karin Hesse von der Spremberger Land GmbH zählt zu den Organisatoren des Wettbewerbs. "Wir helfen den Firmen auch im Vorfeld", sagt sie. "Bei Bedarf vereinbaren wir einen Termin mit ihnen, um detailliert über die Auswahlkriterien zu sprechen."

Den Wettbewerb begleitet eine Jury, die unter anderem aus Vertretern des City-Werberinges besteht, der Spremberger Land GmbH und der Vorsitzenden der Stadtverordneten, Elke Franke. Bis zum 15. Dezember können sich Firmen aus der Spremberger Region am Wettbewerb beteiligen, wie die Rathaus-Pressestelle mitteilt. Die offizielle Auszeichnung findet voraussichtlich beim nächsten Wirtschaftsempfang der Stadt Spremberg im Frühjahr 2017 statt.

Die ausgezeichneten Unternehmen dürfen mit dem Prädikat zwei Jahre lang für sich werben, zum Beispiel auf Stellenanzeigen und Förderanträgen.

Den Fragebogen erhalten Interessenten unter anderem in der Stadtverwaltung Spremberg an der Poststelle, in der Touristinformation oder in der Außenstelle der ASG Spremberg (Lange Straße 18).