| 16:15 Uhr

Heimatforscher in Weskow
Weskower nehmen jede Spur in die Geschichte auf

Mitglieder der „Arbeitsgruppe Heimatforschung und Feuerwehrhistorik im Dorfklub Weskow“ sind unter anderem Karl-Heinz Kornisch, Ingo Miersch, Monika Blietschau und Matthias Wandelt.
Mitglieder der „Arbeitsgruppe Heimatforschung und Feuerwehrhistorik im Dorfklub Weskow“ sind unter anderem Karl-Heinz Kornisch, Ingo Miersch, Monika Blietschau und Matthias Wandelt. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Einmal monatlich treffen sich Mitglieder der AG Heimatforschung – und hoffen, dass ihre Arbeit noch in 100 Jahren gelesen wird.

Was sich in den letzten Jahrzehnten in ihrem Heimatort Weskow „abspielte“, erforscht seit drei Jahren die „Arbeitsgruppe Heimatforschung und Feuerwehrhistorik im Dorfklub Weskow“. Die Idee dafür lieferten Karl-Heinz Kornisch und Ingo Miersch. „So freuen wir uns besonders, dass die Akten von Lübben im Spremberger Stadtarchiv wieder angekommen sind. So haben wir kürzere Weg, um nachzuschlagen“, sagt Karl-Heinz Kornisch.

Die Suche hat nie ein Ende. Immer wieder tauchen Fotos oder Aufzeichnungen auf. Beim letzten Treffen hatte der gebürtige Weskower Ingo Miersch ein Schwarzweiß-Foto im Gepäck, das den Blick auf die Winterlandschaft aus seinem damaligen Wohnhaus in der Hasenheide zeigt. Auch einen Übersichtsplan aus dem Jahr 1932 aus dem „Weskower Revier“ konnten die Heimatforscher nun studieren.

Es gibt auch seit einem reichlichen Jahr nun Jahresberichte. Der ehemalige Ortsvorsteher Ingo Miersch macht sich bereits beim Frühstück Aufzeichnungen zum  Wetter, besonderen Ereignissen und Veranstaltungen. „Entstehen neue Eigenheime oder finden bauliche Maßnahmen statt, halte ich diese Dinge  fest“, erklärt Miersch.

Mittlerweile trug die Arbeitsgruppe Material zusammen, das 45 Aktenordner füllt; in den roten Ordner die Feuerwehrgeschichte seit der Gründung 1912 und aus der Zeit davor; in den blauen Ordnern Dokumente, die zum Teil von den Einwohnern stammen.

Festzeitschriften zu 500 Jahre Weskow, 100 Jahre Feuerwehr und 20. Dorffest sind bereits erschienen. „Wir möchten nun auch einen Lichtbildervortrag mit historischen Bildern vorbereiten“, so Miersch. Alte und neue Bilder sollen gegenübergestellt werden, bei der Volkssolidarität oder beim Dorffest am 1. und 2. September. Alles soll auch durch Matthias Wandelt digitalisiert werden, so Miersch, der froh über weitere Helfer wäre angesichts des enormer Arbeitsaufwands. Für interessantes Material habe man  immer ein offenes Ohr, so Miersch. „Wir hoffen, dass unsere chronistischen Arbeiten auch nach 100 Jahren gern gelesen werden.“