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| 19:35 Uhr

Hornow
Werbung für die Landwirtschaft

Liane und Saskia Dörry (rechts) werben bei der Landpartie selbst für landwirtschaftliche Berufe. Das kommt in Brandenburg zu kurz, finden sie.
Liane und Saskia Dörry (rechts) werben bei der Landpartie selbst für landwirtschaftliche Berufe. Das kommt in Brandenburg zu kurz, finden sie. FOTO: Detlef Bogott
Hornow. Wenn es nicht anders geht, gibt man im brandenburgischen Hornow eben sächsische Broschüren aus.

Trotz der Hitze kamen zur Landpartie Hunderte Besucher auf den Hof der Familie Dörry. Das mittlerweile achte Hoffest wurde wieder zu einem kleinen Dorffest, bei dem es  im Schatten der Obstbäume auch genügend Gelegenheit zum Plaudern gab. Zum Mittagstisch hatte man die Wahl zwischen Haus- oder Wildschwein, im großen Saal gab es Schlachteplatte bei Blasmusik. Dazu lockten Blechkuchen und Torten aus eigener Herstellung.

In der großen Scheune zwischen Kühen, Schweinen und Schafen hatte Saskia Dörry ihren Informationsstand zu landwirtschaftlichen Berufen aufgebaut. Sächsisches Informationsmaterial, wie die 19-jährige Saskia Dörry betont, die in drei Wochen ausgebildete Tierwirtin mit der Spezialisierung Schafe sein wird. Ihre geliebten Tiere wird die Schäferin aber nur bis zum 11. September sehen, denn dann beginnt für sie im sächsischen Freiberg eine Weiterqualifizierung zur Staatlich geprüften Technikerin für Landbau. Beim  Hoffest informierten Dörrys über elf landwirtschaftliche Berufe, darunter Tierwirt, Landwirt, Fischwirt, Pferdewirt, Winzer, Fachkraft für Agrarservice und weitere Berufe. Saskia Dörry wollte mit ihrem Infostand anderen Berufsanfängern bei der Berufswahl helfen, da sie es selber in ihrer Berufsorientierung nicht leicht gehabt hatte.

Auf dem Gelände ging es aber auch um viele Aspekte, die zur landwirtschaftlich geprägten Gegend gehören; die Imkerei,  Pflanzen für den Kräutergarten, Verwendungsmöglichkeiten für  Hanf und Wolle. Auch eine Auswahl an landwirtschaftlichen Geräten und Traktoren wurde den Besuchern präsentiert.

Der Pinokkio-Hof aus Bloischdorf stellte sich vor und Klaus-Dieter Müller aus Uhsmannsdorf bei Rothenburg zeigte Interessenten seinen Sensen-Service und wie man richtig eine Sense oder Sichel dengelt. Produkte von Budeks Erlengrund waren abermals sehr gefragt. Ein Gläschen fassgelagerter reiner Feldbrannt sorgte bei der Hitze schon Mal für einige Umdrehungen.

Im kommenden Jahr sind die Gäste dann wieder bei Rüdiger Budek auf dem Hof Erlengrund eingeladen.